Den Flächenbrand in Nah-Ost stoppen
Magdeburg: Montagsdemo setzt sich durch
Das gelbe Transparent der Montagsdemo war in der Innenstadt gut zu sehen. Daneben ein Schild der MLPD „Freiheit für Palästina und Kurdistan“ und eine palästinensische Fahne. Und laut waren wir auch.
In der Begrüßung wurden die Massaker der Hamas verurteilt, und die Kriegsführung des israelischen Militärs. Sofort blieben einige Menschen stehen und hörten lange Zeit zu. Die Gedenkminute für alle zivilen Opfer dieses Krieges in Israel und in Gaza war allen wichtig. Die Spendensammlung zur humanitären Unterstützung von Gaza ergab 55,27 €.
Der Sprecher der MLPD sagte in einem Beitrag: „Im Fernsehen wird in einem Atemzug genannt: Demos in Berlin und Brandanschlag auf eine Synagoge. Als hätten die Demonstranten einen Brandanschlag verübt. Das wird willkürlich zusammengebracht. Man kann doch nicht über Magdeburg berichten, die Innenstadt zeigen, und dann sagen „Fußballfans haben Mist gemacht“. Jetzt sind alle Magdeburger verantwortlich für die Fußballfans, oder wie? Aber nach so einem plumpen Strickmuster läuft die Berichterstattung in den Medien ab.
Wir betonen unseren Wunsch nach einem sofortigen Waffenstillstand in Palästina - und dass die Versammlungsbehörde Demonstrationen nicht weiter kriminalisiert! Übrigens war das Schild „Freiheit für Palästina und Kurdistan“ letzte Woche auch verboten worden. Da werden die demokratischen Rechte immer mehr beschnitten. Das ist eine Entwicklung in vielen Ländern, in Polen, in Ungarn, in Russland und in der Ukraine. Es gab Demos in Paris mit 20.000 und in London mit 100.000 Teilnehmern. Die Demonstranten verstehen: Dieser Flächenbrand im Nahen Osten nützt Netanyahu und den Mullahs im Iran. Aber nicht den Menschen.“
Eine Demonstrantin von den „Freunden Palästinas“ brachte die Sorge um die wachsende Kriegsgefahr und ihre Enkel zum Ausdruck. „Die Jugend sind immer die ersten, die in den Krieg geschickt werden.“ In weiteren Beiträgen wurde zur Herbstdemo am 28. Oktober in Erfurt eingeladen. Das Bürgergeld kam zur Sprache, nach Ansicht der Unternehmer viel zu hoch, und dafür bekam der Artikel in der „Magdeburger Volksstimme“, die ihren Namen nicht verdient, die Titelseite.
Dieses Mal war die Polizei relativ kleinlaut. Ein Erfolg unserer Dienstaufsichtsbeschwerde. Aber ganz wollten Sie uns den Erfolg nicht überlassen. Der Einsatzleiter verbot das Verteilen der Erklärung des ZK der MLPD vom 10. Oktober zum Krieg in Palästina. Das kann so nicht stehen bleiben!