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Essen: Bewegende und kämpferische Aktion zur Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf
Ausgehend von der MLPD Essen/Mülheim fand am Montag, dem 23. Oktober, eine bewegende und kämpferische Kundgebung und Demonstration in der Essener Innenstadt statt. Etwa 80 Menschen folgten dem Aufruf.
Neben der MLPD und ihrem Jugendverband REBELL beteiligten sich BirKar, die Internationalistische Jugend und der Frauenverband Courage. Viele Passanten hörten zu und immer wieder wurden die Beiträge mit Applaus bedacht. Mehrere Menschen schlossen sich der Kundgebung und Demonstration an und junge Leute ergriffen spontan das Wort am offenen Mikrofon.
Zu Beginn ging Dirk Willing von der MLPD ausführlich auf die aktuelle Entwicklung und ihren Hintergrund ein: „Wenn man die deutschen Medien verfolgt, könnte man meinen, der Konflikt hätte vor zwei Wochen begonnen. Die Realität wird verdreht und auf den Kopf gestellt!“. Mehrere Redner wiesen darauf hin, dass der Konflikt seit 75 Jahren besteht und Israel den Teilungsplan der UNO für eine Zwei-Staaten-Lösung permanent verletzt sowie Gebiete umliegender Länder bombardiert und besetzt.
Wir Deutschen haben vor dem Hintergrund des Holocaust eine besondere Verantwortung für die Situation der Juden. Deshalb dürfen wir nicht schweigen, wenn jetzt durch den israelischen Staat und sein Militär ein Völkermord im Gaza vorbereitet wird, in dem 2,2 Millionen Menschen von Strom, Wasser und Nahrung abgeschnitten werden. Selbst Menschen, die dem Aufruf Israels folgen und in den überfüllten Süden Gazas fliehen, werden bombardiert. Wo ist hier das Mitgefühl unserer Politiker? Die UNO prangert diese Kollektivbestrafung als Kriegsverbrechen an, doch die deutsche Regierung steht treu und kritiklos an der Seite der israelischen Regierung.
Die beispiellose Unterdrückung und Verleumdung jeder Kritik daran in Deutschland wurde angeprangert und sich der perfiden Logik widersetzt, entweder man sei kritiklos auf der Seite Israels oder „pro Hamas“. Die martialische „Begleitung“ der Demonstration durch die Polizei wurde als Kriminalisierung kritisiert. Das Existenzrecht Israels und Palästinas, einschließlich des Rechts auf nationale Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes, sind kein Gegensatz, sondern notwendige Bedingung für eine friedliche und gerechte Zukunft. Ein Volk, das andere unterdrückt, kann selbst nicht frei sein!
Eine Kernfrage in zahlreichen Gesprächen war, ob man überhaupt etwas tun kann, um diesen Krieg und die vielen anderen Katastrophen auf der Welt zu stoppen. „Die Menschheit ist an einem Scheideweg.“, so der Sprecher von BirKar. Der Imperialismus bringt nur noch Krieg, Elend und Umweltzerstörung hervor. Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kann die Perspektive nur im Kampf für eine sozialistische Gesellschaft liegen. Erst hier werden Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Antikommunismus der Boden entzogen. Dazu müssen wir uns besser organisieren! Dafür war ein wichtiges Ergebnis, dass sich zahlreiche Menschen zum weiteren Kontakt und Zusammenarbeit eintrugen.
Hier die Links zu weiteren Berichten
- Ungekürzte Version der Korrespondenz aus Essen
- Gera: Die meisten lehnen den israelischen Bombenterror auf Gaza ab
- Heilbronn: Kundgebung der MLPD im Zeichen des Internationalismus
- Magdeburg: Montagsdemo setzt sich durch
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