Ukraine
Übernahme der ukrainischen Landwirtschaft durch westliche Monopole
Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau haben in der Ukraine in den Jahren 2022 und 2023 Abertausende Hektar Land still und heimlich den Besitzer gewechselt. So berichtet das kalifornische Oakland Institute, dass bereits 3 Millionen Hektar fruchtbares Ackerland nur noch einem Dutzend großer Agrarmonopole gehören. Selbst dieses Institut spricht von einer „Übernahme der ukrainischen Landwirtschaft durch westliche Konzerne“. Schon vor dem Krieg war ein Viertel der 33 Millionen Hektar Ackerland der „Kornkammer Europas“ in den Händen internationaler Agrarmonopole. Dank korrupter Regierungen und Privatisierungen nach dem Zerfall der Sowjetunion konnte die neue Oligarchie riesige Ackerflächen aufkaufen. Nach FR-Angaben gehörten zu Beginn des Krieges etwa 4,3 Millionen Hektar großen Agrarmonopolen, 5 Millionen Hektar staatliches Agrarland waren durch Korruption von Staats- in Privateigentum übergegangen. Das ist eine Fläche so groß wie die Krim! Die restlichen 23 Millionen Hektar werden von 8 Millionen ukrainischen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bewirtschaftet, die nun um ihr Hab und Gut bangen. Der Vorsitzende des ukrainischen Kleinbauernverbandes sagte, er würde am liebsten protestieren - wenn das Kriegsrecht Proteste zuließe.