Leserbrief zum Artikel über die Dumont-Druckerei
Da können und müssen weitere Kampfschritte folgen
Eine Leserin schrieb einen kritischen Leserbrief zu dem Artikel "Heftiger kölscher Protest gegen Nacht- und Nebelschließung der Zeitungsdruckerei", der gestern auf "Rote Fahne News" erschienen ist.
Liebe Redaktion,
ich schreibe euch zu dem Artikel von gestern zum Protest der Drucker gegen die Nacht- und Nebel-Schließung der Druckerei Neven Dumont in Köln. Der ganze Vorgang ist wirklich empörend und zeigt die Fratze des Kapitalismus. Allerdings werden die Schlussfolgerungen im Artikel der Sache nicht gerecht. Natürlich müssen die Erfahrungen der Kollegen verarbeitet werden. Aber doch dafür, jetzt erst recht um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Warum sollten die Kollegen die Druckerei-Schließung akzeptieren? Und offensichtlich gibt es für diesen Kampf auch gute Voraussetzungen. Die breite Solidarität, die sich entwickelt, kann und muss doch unbedingt dafür genutzt werden, den Kampf um jeden Arbeitsplatz zu beraten und aufzunehmen. Dazu ist Öffentlichkeitsarbeit, wie sie die Gewerkschaft machen will, sehr wichtig, um dieses skrupellose Vorgehen im ganzen Land bekannt zu machen. Aber das reicht nicht. Dumont hat ja immer noch ein Medien-Imperium mit 2500 Beschäftigten in acht Ländern. Und so lange kann auch gekämpft und Druck aufgebaut werden. Die Demonstration war genau der richtige Schritt, dem weitere Kampfschritte folgen sollten.
Antwort der Redaktion: Die Leserin hat unbedingt Recht.