Stuttgart

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Amerikanische Automobilarbeiter streiken und brauchen eure Solidarität

Mit einer Unterschriftenliste in der Hand gingen wir von der Feuerbacher Wohngebietsgruppe und der Betriebsgruppe Bosch der MLPD vor das Tor. Wir hatten uns Schilder umgehängt mit einem farbigen Bild der streikenden UAW-Arbeiter und ihren Forderungen.

Korrespondenz

Wir sprachen an: Die Medien in Deutschland verschweigen den bedeutenden Streik der amerikanischen Automobilarbeiter. Ihr Kampf ist auch unser Kampf! Automobilarbeiter halten weltweit zusammen.

 

11 Kollegen trugen sich in die Solidaritätsliste ein. Der Kampf um die 4-Tage Woche bei vollem Lohnausgleich, um Lohnerhöhung und Streikrecht steht auch bei uns an. Vier Kollegen wollen aktiv mitmachen, den Streik bekannt machen und zur Unterstützung der Streikenden im Betrieb und der IG Metall werben. Auch wir wollen uns nicht erpressen und gegen den Umweltschutz ausspielen lassen. Arbeiter stärken Arbeitern den Rücken.

 

Kollegen von der Linie für die 48V-Stromversorgung meinten: Bosch muss Millionen an Daimler Strafe zahlen, weil er nicht liefen konnte und die Bänder standen. Das Hochlaufen der Serienfertigung machte Probleme. Bosch will das auf uns abwälzen und Maximales aus uns herausholen. Doch wir halten zusammen, wenn Bosch die Akkorde hochtreibt. Bosch soll Leiharbeiter fest einstellen.

 

Sie finden es gut dass die amerikanischen Arbeiter mit ihrer Gewerkschaft UAW streiken. Ein Vertrauensmann der IG Metall trug sich ein: Hier steht das auch an; es müsste schon längst etwas passieren. Wenn der Betriebsrat nicht mitmacht, ist das nicht einfach. Ein anderer: wir haben auch gestreikt, doch die Erhöhung ist schon aufgebraucht.

 

Die Kollegen schrieben wir an mit weiteren Vorschlägen zur Zusammenarbeit und bleiben dran.