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100 Jahre Hamburger Aufstand – vertraglich zugesicherter Raum gekündigt!

Am 28. Oktober 2023 führt die MLPD in Stuttgart, Weimar und natürlich in Hamburg eine Veranstaltung zu den Lehren des Hamburger Aufstands von 1923 durch. Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet und freuen sich auf eine Rede der Parteivorsitzenden Gabi Fechtner und eine eigens dafür geschriebene und eingeübte Revue mit Theaterszenen und Liedern.

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der MLPD
100 Jahre Hamburger Aufstand – vertraglich zugesicherter Raum gekündigt!

Am 5. Oktober wurde der MLPD Hamburg nun von der Leitung der Stadteilschule Altona mündlich mitgeteilt, dass die vertraglich gemietete Aula nicht zur Verfügung stehe. Die Schule ist ein Neubau und wir hatten mit der Veranstaltung eine würdige Einweihung der Aula geplant. Nun heißt es, diese Aula sei noch nicht fertig. Nachdem im persönlichen Gespräch nichts zu erreichen war, schrieb die Anwaltskanzlei Meister & Partner an die Schulleitung: „Wie Sie unserem Mandanten erst kürzlich mitgeteilt haben, soll die vertraglich vereinbarte Veranstaltungsstätte aus baurechtlichen Gründen nicht nutzbar sein. Diese Begründung können wir nicht akzeptieren, insbesondere, da bisher keine konkreten Gründe hierfür nachgewiesen wurden. Wir weisen Sie deshalb nachdrücklich auf die verbindlichen, bereits vor mehr als 2 ½ Monaten getroffenen, vertraglichen Vereinbarungen hin und haben Sie aufzufordern, diese einzuhalten. Sollte dies nachweislich nicht möglich sein, läge dies eindeutig in der Verantwortungssphäre der Stadt Hamburg. Wir fordern Sie bzw. die zuständige Stelle der Stadt Hamburg auf, unverzüglich zu veranlassen, dass unserem Mandanten eine geeignete Ersatzräumlichkeit zur Verfügung gestellt wird.“

 

Bis zum Erscheinen des Artikels lag dazu keine Antwort der Schule oder der Stadt Hamburg vor. Die Bauverzögerungen an der Schule sind eine in Hamburg bekannte und viel diskutierte kommunalpolitische Posse. Hunderte Schüler konnten erst Anfang Oktober, statt wie geplant nach den Sommerferien, in das neue Gebäude. Die Schulleitung beschwerte sich gegenüber spiegel-online, dass sie mehrfach vor der Aufgabe stand, Probleme zu lösen, die sie nicht zu verantworten hat. Das Schuljahr begann für viele auf der Wiese vor der Schule. Wir verwehren uns aber ebenso dagegen, dass diese Probleme jetzt auf die MLPD und die vielen Gäste abgeladen werden, die sich auf die Veranstaltung freuen. Nicht selten werden solche Gründe auch von Leuten in den Stadtverwaltungen oder der Politik genutzt, um der MLPD aus antikommunistischen Motiven Steine in den Weg zu legen. Wer die MLPD kennt, weiß aber auch, dass sie sich sowas noch nie hat gefallen lassen. Ob es sich tatsächlich ausschließlich um baurechtliche Gründe handelt, werden wir vor allem daran messen, ob die Stadt Hamburg sich kooperativ zeigt und einen passenden Alternativraum anbietet. Immerhin gibt es in Hamburg allein 85 Stadtteilschulen und 74 Gymnasien, die keineswegs alle im Neubau sind.

 

Allen Besuchern sei zugesichert: auch die Veranstaltung in Hamburg findet auf alle Fälle statt. Es lohnt sich jetzt erst recht zu mobilisieren, Tickets im Vorverkauf zu erstehen und die gemeinsame Anreise zu organisieren. Los geht’s am 28. Oktober, ab 15 Uhr ist Einlass und Verpflegung, ab 17 Uhr beginnt das Programm. Über den Verlauf der Raumfrage kann man sich immer aktuell auf Rote Fahne News informieren.

 

Hier geht’s zum Podcast zu den Lehren des Hamburger-Aufstands. Weitere Artikeln aus der Roten Fahne gibt es hier und hier.