Radevormwald

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Schon wieder: Schilder gegen Rassismus zum vierten Mal von Rechten angegriffen

Der Runde Tisch gegen Rechts berichtet, dass die städtischen Schilder an den Ortseingängen an den Hauptzugangsstraßen zum mittlerweile vierten Mal angegriffen wurden und ruft Stadtverwaltung und Stadtratsparteien auf, sich der Gefahr von Rechts endlich zu stellen. RF-NEWS dokumentiert die Pressemitteilung.

Runder Tisch gegen Rechts Radevormwald
Schon wieder: Schilder gegen Rassismus zum vierten Mal von Rechten angegriffen
Die Antifaschisten in Radevormwald schlafen nicht: Noch in der Nacht wurden die Mehrheit der Standorte kontrolliert und dokumentiert. (Bild: Runder Tisch gegen Rechts)

Am 16.10.2023 um ca. 22 Uhr entdeckte die Delegation des Runden Tisches zur Mitgliederversammlung des Netzwerks gegen Rechts im Oberbergischen Kreis bei ihrer Rückkehr aus Morsbach, dass das Schild „Wir sind bunt – Kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ hinter Rädereichen (Anm.: Stadtteil am Ortseingang Richtung Halver) mit weißer Farbe beschmiert wurde. Daraufhin kontrollierten die Mitglieder des Runden Tisches bis ca. 22:20 Uhr an 5 Standorten die Schilder. Dabei stellten sie fest, dass auch das Schild in Herbeck (Anm.: Stadtteil am Ortsteingang Richtung Remscheid) mit weißer Farbe beschmiert wurde (mutmaßlich der selben). Die Schilder in der Hardtstraße, Herkingrade und Dahlerau waren zu diesem Zeitpunkt noch unbeschädigt.

 

Es ist der vierte Angriff auf die Schilder seit ihrer Aufstellung im September letzten Jahres. Derweil tritt die AfD mit öffentlichen Veranstaltungen in Radevormwald auf – Stadtspitze und Stadtratsparteien tun nichts. Im Bund bedienen sowohl die menschenverachtende Flüchtlingspolitik der Regierungskoalition, als auch die noch schlimmeren Forderungen der Oppositions-CDU rassistische Vorstellungen und Verschwörungsmythen über Geflüchtete. Sie fördern damit die in Teilen faschistische und überall extrem rechte AfD.

 

Es ist daher kein Wunder, dass Neofaschisten und andere Rechte sich zunehmend sicher fühlen und immer dreistere Attacken auf die Demokratie und ihre Symbole wagen. Sie werden zu einer realen Gefahr, gegen die es die Geschlossenheit der Demokratinnen und Demokraten dringend braucht: Wir alle müssen entschlossen und gemeinsam handeln gegen Rechts. Nichts anderes fordern wir von Stadtspitze und Ratsparteien.