Radevormwald

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Runder Tisch organisierte Protest gegen AfD

Am, dem 30. September, lud der Runde Tisch gegen Rechts alle Einwohner, demokratischen Parteien und auch das „Bündnis für Demokratie“ zu einer Kundgebung unter dem Motto „Kein Raum für die Wegbereiter des Faschismus!“ gegen eine Veranstaltung der AfD im städtischen Bürgerhaus ein. "Rote Fahne News" fasst den Bericht des Runden Tisches zusammen.

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Runder Tisch organisierte Protest gegen AfD
Der Runde Tisch ließ sich von einem wahrnehmbaren Protest nicht abhalten. (Bild: Runder Tisch gegen Rechts)

Das "Bündnis für Demokratie" beantwortete die Einladung nicht und lud stattdessen parallel zu einem Friedensgebet ein mit schließlich etwa 30 Teilnehmern, ohne die AfD zu erwähnen.

 

Die AfD hatte ihrerseits, wie schon im Mai dieses Jahres, über einen Strohmann zu einer Alibi-Kundgebung "gegen jeden Extremismus" vor dem Bürgerhaus aufgerufen, um die Gegendemonstration auf Abstand zu halten. Die Polizei untersagte die Kundgebung des Runden Tisches am Brunnen auf dem Schlossmacherplatz in direkter Sichtlinie zur AfD-Veranstaltung und verwies trotz Protests auf die Passage zum Schlossmacherplatz. Diese Maßnahme diene der "Gefahrenabwehr", wobei die Gefahr durch den Einsatzleiter nicht weiter begründet wurde.

 

Etwa 20 Personen sowohl aus Radevormwald als auch den umliegenden Städten waren dauerhaft anwesend. Anwesend waren LF - Linkes Forum, "Die PARTEI" Oberberg und "Oberberg steht auf gegen Rechts!". Auch Mitglieder der Alternativen Liste (AL), eines bürgerlich-kritischen Wählerbündnisses, hatten sich bewusst dem Protest angeschlossen, weil sie die Reaktion des "Bündnisses für Demokratie" nicht richtig oder ausreichend fanden.

 

Ein offenes Mikrofon bot jedem Teilnehmer die Möglichkeit, seine Gedanken und Ansichten zum Protest gegen die AfD zu präsentieren. Es wurde gefordert, dass die Stadt der AfD keine Räume zur Verfügung stellen sollte. In einem Redebeitrag wurde gemahnt, dass faschistische Strömungen bereits früh bekämpft werden müssen, da ein verfestigtes faschistisches System keinen Raum für Widerspruch mehr zulässt. Neben den Reden waren selbstgemachte Plakate, Fahnen und Banner Bestandteil der Kundgebung.

Bereits vor der AfD-Veranstaltung hatten Unbekannte an mehreren Stellen auf und um den Schloßmacherplatz herum mit Kreide Regenbögen und "Rade ist bunt, nicht braun!" auf den Boden geschrieben und damit ihre Haltung gegen die AfD ausgedrückt.

 

Bekannte Faschisten bei AfD-Veranstaltung

 

Bei der Veranstaltung der AfD waren bekannte Gesichter der rechtsextremen Szene Radevormwald und Oberberg zu sehen, unter anderem Jonas Ronsdorf und Marius Dörschel. Ronsdorf war Rädelsführer der 2013 als kriminelle Vereinigung verschlagenen faschistischen Kameradschaft "Freundeskreis Radevormwald". Sowohl Ronsdorf als auch Dörschel wurden in der Folge verurteilt. Tattoovierte Security mit Sonnenbrillen schirmte am Eingang die Veranstaltung ab und kontrollierten den Einlass. Vor dem Mehrzweckraum stellte die Afd einen Aufsteller mit der Aufschrift „Gegen jeden Extremismus“ auf. Das war der gesamte äußerlich sichbare Beitrag zur AfD-Kundgebung, die die AfD zusätzlich zum Mehrzweckraum vor dem Bürgerhaus angemeldet hatte.

 

Die Kundgebung des Runden Tisches zeigte, wie wichtig ein starker Zusammenhalt gegen gesellschaftszersetzende Strömungen wie den Neofaschismus der AfD gerade heute ist.

 

Zur Spaltung durch das städtische "Bündnis für Demokratie" hat der Runde Tisch eine Pressemitteilung für diese Woche angekündigt.