USA
Bisher größter Streik im US-Gesundheitswesen
„Erst die Logistiker, dann die Hochschullehrer, dann die Hotelangestellten, danach die Schauspieler, Drehbuchautoren und Autoarbeiter und nun auch noch die Mitarbeiter eines großen privaten Unternehmens im Gesundheitswesen- der Streiksommer geht in einen heißen Herbst über.“
Schreibt die Neue Züricher Zeitung - nicht gerade ein Organ der Arbeiterbewegung und des Fortschritts!
Am Mittwoch haben mehr als 75 000 Krankenschwestern, Apotheker und andere Beschäftigte des Kaiser-Permanente Gesundheitskonzerns die Arbeit niedergelegt, nachdem die Konzernleitung nach Auslaufen der Tarifverträge den Forderungen nach Lohnerhöhung und Aufstockung der Bellegschaft nicht nachkam. Der Konzern hat 200 000 Beschäftigte, gut 40 Krankenhäuser und mindestens 700 Arztpraxen. Die Konzernleitung hat sich mit der Anstellung Tausender Zeitarbeitskräfte vorbereitet. Die Gewerkschaften fordern angesichts der Inflation ca. 25 % Lohnerhöhung über vier Jahre. Bis August war die Zahl der Streiktage seit dem Jahr 2000 die höchste.