Griechenland
Nach Ermordung des Arbeiters Antonis Kargiotis: Minister für Handelsschifffahrt tritt zurück
Heute vor einer Woche ist der 36-jährige Antonis Kargiotis im Hafen von Piräus beim Versuch, in letzter Minute auf ein Schiff nach Kreta zu gelangen, von einem Crew-Mitglied von der noch offenen Ladeklappe brutal ins Wasser gestoßen worden. Rote Fahne News berichtete: "Von unter Wasser und Schlamm begrabenen Dörfern und einem faschistischen Mord". Antonis Kargiotis ertrank in den Wellen, die durch die Schiffspropeller bei der Abfahrt verursacht wurden. Der Minister für Handelsschifffahrt, Miltiadis Varvitsiotis, sagte dazu: "Wir trauern um das unglückliche Opfer, wir betrauern aber auch jene, die ihre Arbeit machten“. Diese rechtfertigende zynische Äußerung löste eine Welle von öffentlicher Kritik aus; der Minister musste seinen Hut nehmen. Der Kapitän und das Crew-Mitglied, das Kargiotis ins Wasser gestoßen hat, bleiben in Untersuchungshaft.