Hilfe für die Erdbebenopfer in Marokko

Hilfe für die Erdbebenopfer in Marokko

"Ich falle aus allen Wolken ..."

Monika Gärtner-Engel, Co-Präsidentin der United Front und Hauptkoordinatorin der revolutionären Weltorganisation ICOR, schrieb einen Leserbrief zum zur Diskussion gestellten Artikel mit dem Interview von Abu Tareq. "Rote Fahne News" dokumentiert den Leserbrief.

Von Monika Gärtner-Engel

Ich falle aus allen Wolken über die Einschätzung von Abu Tareq in dem zur Diskussion gestellten Artikel, dass die Hilfe nach dem Erdbeben ausgereicht hätte und deshalb von Marokko keine weitere auswärtige Hilfe angenommen werden musste. Hier der Artikel, auf den sich der Leserbrief bezieht.

 

Jeder weiß, dass die ersten 72 Stunden entscheidend sind, um überhaupt Überlebende zu retten. In diesem Zeitraum hat der König von Marokko zunächst überhaupt niemanden reingelassen, später dann wenige ausgewählte Länder, die politisch auf seiner Linie liegen.

 

Wir wissen von der Erdbebenhilfe in der Türkei, wie selbstlos und aufopferungsvoll verschiedene Teams aus Deutschland zusammen mit ihren Hunden rund um die Uhr gearbeitet und Menschenleben gerettet haben. Nicht umsonst wurden sie bei ihrer Rückkehr von hunderten türkischen Menschen am Flughafen mit Blumen empfangen.

 

Es kann keine Rede davon sein, dass die Hilfe ausgereicht hat. Bis heute sind entlegene Dörfer überhaupt noch nicht erreicht. Auch dafür hätten verschiedene Länder Hubschrauber, transportierbares Gerät, Medikamente und Hilfstrups liefern können.

 

Natürlich ist es imperialistischen Ländern zuzutrauen, dass sie an diese Hilfe Auflagen in ihrem politischen Sinn knüpfen. Das müsste dann aber publik gemacht und bekämpft werden, anstatt Hilfe auszuschlagen!

 

Ich trauere um jeden Menschen, Mann, Frau und Kind, die aufgrund dieser Absage von Hilfsangebote wegen unterlassener Hilfeleistung sterben mussten. Für mich ein dringendes Argument, die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt zu erkämpfen, die vorbehaltlos, schnell und zielklar untereinander Hilfe leisten werden.

 

Ein Grund mehr für unsere entschiedene Solidarität mit den Erdbebenopfern, die überlebt haben und oftmals vor dem Nichts stehen. Aber auch dafür, internationale Bergarbeiterkoordinierung, Einheitsfront und ICOR entschlossen weiter aufzubauen.

 

Denkt daran: Letzter Tag für den Zahlungseingang bei Solidarität international für die kurze Spendenkampagne der United Front für die überlebenden Erdbebenopfer von Marokko ist der 20. September!

 

Konto von Solidarität international IBAN DE 86 5019 0000 6100 8005 84 Frankfurter Volksbank, Stichwort "United Front/Hilfe für Erdbebenopfer Marokko".