Rostock

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Offensiv gegen Weltkriegsgefahr am Antikriegstag

Im Vorfeld des Antikriegstages haben wir für eine gemeinsame kämpferische Aktion geworben. Wir luden das Rostocker Friedensbündnis, die DKP, die Linkspartei und andere Kräfte zur Teilnahme ein. Die Leitung des Friedensbündnisses lehnte es aus antikommunistischen Gründen ab, mit uns auch nur zu diskutieren.

Korrespondenz
Offensiv gegen Weltkriegsgefahr am Antikriegstag
Antikriegstagsaktion der Widerstadsgruppe gegen Fachismus und Krieg (rf-foto)

Einzelne Mitglieder des Bündnisses sahen das anders, konnten sich aber nicht durchsetzen. Einzelne DKP-Mitglieder unterstützten diese Spaltung mit der Begründung, wir hätten eine andere Position zur Rolle Russlands und Chinas in der Welt. So sah sich die Rostocker Widerstandsgruppe gezwungen, eine eigene Kundgebung zum Antikriegstag zu organisieren.

 

Die Gespräche mit den Menschen zeigten: Das war richtig! Obwohl der Sozialchauvinismus und die Kriegspolitik natürlich wirken, wurde deutlich, dass viele Menschen nach einem Weg suchen, diesen Krieg zu beenden. Es wurde auch deutlich, dass diese Menschen Waffenlieferungen an die Ukraine nicht als Weg zum Frieden sehen. Manche kamen freudestrahlend auf uns zu, nachdem sie unser Transparent gelesen hatten, spendeten spontan oder trugen sich in die Unterstützerlisten der neuen Friedensbewegung ein.

 

Nur deutsche Begleiter von ukrainischen Migranten zeigten sich offen antikommunistisch. Es zeigt sich: Die „Wende“ der Scholz-Regierung in der Kriegs- und Umweltpolitik wird von der Masse der Menschen (auch von denen, die nicht mit uns reden wollten) nicht einfach übernommen oder kritisch hinterfragt. Und weitergehende antikommunistische Ausfälle gab es nicht! In den Diskussionen wurde deutlich: Ein erfolgreicher Widerstand gegen die Kriegspolitik muss von den Massen kommen, die sich gegen die Kriegspolitik auflehnen und sie grundsätzlich ablehnen. Die Kriegs- und Umweltpolitik der Herrschenden gefährdet die weitere Existenz der Menschheit.

 

Der Sozialismus - mit einer Umkehr der gesellschaftlichen Paradigmen hin zu den Bedürfnissen der Menschen als Ausweg - wurde grundsätzlich begrüßt, „aber anders als in der DDR“. Es zeigt sich, dass hier noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist. Offene Ohren dafür gibt es viele. Das Spendenergebnis von ca. 30 Euro und neue Interessenten für die Widerstandsgruppe zeigen das deutlich.

 

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