Gastbeitrag von Raimon Brete, Chemnitz
Gedenken zum 1. September
Die Friedensheuchelei bundesdeutscher Spitzenpolitiker und -politikerinnen, angeführt von Außenministerin Annalena Baerbock und Konsorten, kennt keine Grenzen und ihre Lügen werden immer schamloser.
Ein Land, das sich offiziell als Nachfolgestaat der früheren Reichs- und Kaiserdiktaturen versteht, tritt auch mit seiner Außen- und Kriegspolitik machtpolitisch in deren Fußstapfen. Was der kaiserlichen deutschen Armee und der Wehrmacht bei der Niederwerfung Russlands und später der Sowjetunion nicht gelang, will die Bundeswehr nun im Verbund mit der NATO nachholen.
Die offizielle Bundesrepublik gedenkt mit Reden und Kränzen des Kriegsbeginns am 1. September 1939 und setzt sich gleichzeitig an die Spitze von Manövern, die eine mörderische Auseinandersetzung mit Russland zum Ziel haben. Die so genannten Qualitätsmedien überschlagen sich mit fragwürdigen Meldungen und Kommentaren in der verbalen Verherrlichung und Unterstützung der ruinösen Regierungspolitik, die nur ein Ziel kennt: Alles für die Fortsetzung des Krieges zu tun. Von Seiten der Opposition im Bundestag wird ebenfalls nur eine weitere Verschärfung der Lage durch Intensivierung der Konfrontation mittels weiterer und größerer Waffenlieferungen gefordert.
Diplomatische Konzepte und Aktivitäten zur Lösung eines für Europa lebensbedrohlichen Konflikts sind nicht erkennbar. In der gegenwärtigen Situation könnte man das Auswärtige Amt gleich dem Verteidigungsministerium unterstellen oder umgekehrt. Angesichts der Schuld Deutschlands an den Toten und den verheerenden Zerstörungen zweier Weltkriege ist es die moralische Pflicht deutscher Politiker, sich mit allen Mitteln für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen, statt auf die militärische Karte zu setzen.
Anmerkung der Rote-Fahne-Redaktion: Neben der völlig berechtigten Kritik an der NATO muss sich die Friedensbewegung genauso gegen den imperialistischen Aggressor Russland wenden.