Pressemitteilung der Saarbrücker Montagsdemo

Pressemitteilung der Saarbrücker Montagsdemo

Gedenken an Susanne Aulenbacher setzte ein Zeichen gegen Weltkriegsvorbereitung

Die 513. Montagsdemo am 4. September widmeten wir unserer Mitstreiterin Susanne Aulenbacher - Susi. Sie ist am 15. August gestorben. Traurig nahmen wir Abschied. Wer etwas sagen konnte, schenkte ihr einen Gruß, man verneigte sich vor ihrem Bild und stellte eine Nelke in die Vase daneben.

Susi lebte ihre Überzeugung, dass die Welt endlich ein menschliches Gesicht bekommen muss und war von Anfang an bei der Montagsdemo dabei. Es war schön und auch ein bisschen zum Schmunzeln, wie sich die Montagsdemonstrantinnen und -demonstranten an Susi erinnerten - mit all ihren besonderen Fähigkeiten und ihrer fröhlichen und zupackenden Art.


Ganz in ihrem Sinne setzten wir anschließend ein Zeichen gegen die aktive Vorbereitung eines dritten Weltkrieges durch alle imperialistischen Regierungen. In Saarlouis wurde am vergangenen Wochenende zur Feier der Luftlandebrigade ein militaristisches Propagandaspektakel im Stadtgarten abgehalten - Kinder durften auf Panzern herumklettern, Orden wurden verliehen etc. "Das dient genau diesem Zweck: Die Bundeswehr in den Augen der Bevölkerung populär zu machen, Begeisterung zu wecken, die Militarisierung geschickt voranzutreiben - niemand würde sich auf die Seite der Kriegstreiber stellen, wenn sie offen aussprechen würden, dass ein Panzer nur den Zweck hat, im Krieg zur Zerstörung von Leben und Natur eingesetzt zu werden". So ein Redner.


Wir verurteilten den Angriff Russlands durch die faschistische Putin-Regierung auf die Ukraine und forderten ein sofortiges Ende des Krieges.


Über den Charakter der ukrainischen Regierung und die dortigen Verhältnisse wurde in einem mutigen Redebeitrag sehr konkret aufgeklärt. Ukrainische Mitbürger kämpfen für den Schutz und die Ausreise von zwei bekannten ukrainischen Antifaschisten. Diese sind Kritiker der Regierung Selenskyj und Kämpfer gegen jeden Nationalismus und gegen den Krieg. Sie hielten ein großes Plakat mit Fotos und Namen der beiden Brüder aus Kiew in die Höhe.


Die ganze Gefährlichkeit der Entwicklung zu einem alles vernichtenden Weltkrieg wurde auch im Zusammenhang mit den verschiedenen neuen Blockbildungen und Bündnissen in Konkurrenz zu den alten wie der NATO deutlich.


Die nächste Montagsdemo, die 514., findet am 2. Oktober statt. Beginn ist um 18 Uhr an der Europa-Galerie.