Opel Rüsselsheim

Opel Rüsselsheim

Solidarität mit Erik Kordes

Bei Opel in Rüsselsheim haben Kolleginnen und Kollegen durch eine selbständige Pausenaktion die Übernahme von 150 Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern durchgesetzt. Erik Kordes, Vertrauensmann der IG Metall, bekam danach von Opel eine Abmahnung. Die muss vom Tisch!

Solidaritätserklärung

Dafür bekommt Erik Kordes jetzt auch Solidarität von 40 Pflegefachkräften von Mission-Leben-Pflegeeinrichtungen und aus Krankenhäusern aus dem Rhein-Main-Gebiet, die eine gemeinsame Solidaritätserklärung verabschiedet haben:

 

28.08.23. Lieber Erik,

 

wir haben von der unnötigen Abmahnung dir gegenüber erfahren und möchten dir unsere volle Solidarität aussprechen. Auch im Pflegebereich wird der Fachkräftemangel durch Leiharbeiter ausgeglichen. Und obwohl auch in der Pflege der Profit vor der Menschlichkeit steht, haben die Verantwortlichen wenigstens bei uns begriffen, dass ohne Leiharbeiter gar nichts geht. Bei uns werden die Leiharbeiter regelrecht in die Festanstellung abgeworben.

 

Umso ungeheuerlicher, dass bei Opel die Augen davor verschlossen werden, dass ohne Leiharbeiter nicht mal ein Bruchteil der Autos gebaut werden könnte. Und zum Dank gibt's für sie Zukunftsängste, Spaltung und Unsicherheit. Dieses Hire- and Fire-Prinzip ist menschenverachtend. Dass ausgerechnet der Kollege, der gegen diese Missstände mutig vorgeht, von der Gewerkschafts- und Konzernführung mundtot gemacht wird, ist schon fast Hohn. Da fragt man sich ernsthaft, auf wessen Seite die Gewerkschaftsführung steht.

 

Aber sei dir bewusst, wir stehen hinter dir. Und wir sind Viele. Wenn wir gemeinsam kämpfen, und dieser Tag wird kommen, kann uns niemand mehr aufhalten.

 

Solidarische Grüße, deine Kollegen aus der Pflege