Saudi-Arabien
Soldaten des Regimes erschießen Flüchtlinge
Wie Medien berichten, setzt zwar Saudi-Arabiens ehrgeiziger Kronprinz Mohamed Bin Salman alles daran, sein ultrareaktionäres Königreich ins Rampenlicht zu rücken.
So spielt er sich bei einem Gipfeltreffen in Dschidda als politischer Makler im Ukrainekrieg auf. Doch die andere Seite dieses "weltoffenen Staates" ist neben der Unterdrückung der Frauenrechte, die Grenzsicherung zu Jemen. Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtete, sollen saudische Grenzbeamte in den vergangenen Monaten Hunderte von Migrantinnen und Migranten getötet haben, die auf der Suche nach einem besseren Leben aus Äthiopien über den Jemen nach Saudi-Arabien zu gelangen versuchten.
Das Ausmaß der dokumentierten Gräuel und die Brutalität sind erschreckend. Wie zu erwarten war, dementiert Riad diese Vorfälle. Aus Imagegründen kommen die Gräuel des saudischen Regimes auch westlichen Regierungen ungelegen, die dabei sind, ihre Beziehungen zu Saudi-Arabien auszubauen. Darum sehen sie darüber hinweg.
Auch Deutschland bildet Beamte der saudischen Grenzpolizei aus! Trotz des brutalen, von Saudi-Arabien angeführten Kriegs im Jemen, der bestialischen Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi und der zunehmenden Zahl an Hinrichtungen! Das Königreich ist ein Top-Kunde deutscher Rüstungskonzerne. Erst im Mai war Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in Saudi-Arabien und warb für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen (Quelle: TAZ vom 22.08.23) Auch Europa schottet sich gegen Flüchtlinge ab und nimmt ihren Tod im Mittelmeer billigend in Kauf. Aber die elegante Weise von "Pushbacks" der Flüchtlinge oder Abkommen wie z.B. das tunesische EU-Abkommen sind nicht besser, als das direkte Erschießen der Flüchtlinge! Bekämpfung der Fluchtursachen und nicht der Flüchtlinge! Sofortiger Abbruch aller Beziehungen zu Saudi-Arabien!