Stuttgart

Stuttgart

Neuer Umweltskandal bei Stuttgart 21

Jetzt wurde von den "Ingenieuren 22", einer Gruppe von aktiven S-21-Gegnern wieder ein gravierender Umweltskandal bei Stuttgart 21 aufgedeckt.

Von ha
Neuer Umweltskandal bei Stuttgart 21
Der Rost hat die Rohrwand weitgehend aufgefressen

Stuttgart hat die zweitgrößten Heilquellen Europas nach Ungarn. In diesem Heilquellen-Schutzgebiet wurden von der Deutschen Bahn großflächig 4,4 Millionen Kubikmeter Rostbrühe mit 92,5 to Rost in den Untergrund eingeleitet. Darüber hinaus noch 0,61 Millionen Kubikmeter Rostbrühe mit 12,8 to Rost in den Neckar im Bereich von "Fisch-Schongebieten".

 

Beim Bau des Untergrundbahnhofs von Stuttgart 21 musste für die riesige Baugrube das Grundwasser abgesenkt und abgepumpt werden. Das abgepumpte Wasser wurde zunächst mit Filtern gereinigt. Danach flossen die insgesamt 5 Mio cbm über ein 17 Km langes Rohrnetz weiträumig verteilt in 78 Sickerbrunnen.

 

Diese Rohrleitungen sollten laut Planfeststellung in Kunststoff HDPE ausgeführt werden. Doch die ausführende Firma Hölscher hat gewöhnliche Stahlrohre angeboten und genehmigt bekommen. Schon beim ersten Probebetrieb 2014 floss rostiges Wasser aus den Rohren. Dies wurde von einigen Gegnern sofort angeklagt. Für die öffentlich vorgetragene "Unbedenklichkeit" wurden dann Proben gefälscht. Sämtliche Verantwortliche von der Bahn, dem Amt für Umweltschutz, den Grünen im Gemeinderat, dem Grünen-OB Kuhn und Landes-Umweltminister F. Untersteller, Ministerpräsident Kretschmann usw. haben die unzureichenden Rohre durchgewunken. Eine Strafanzeige wurde abgelehnt.

 

Der DB-Bevollmächtigte Fricke hat bei der öffentlichen Vorstellung des Grundwassermanagements am 27.05.2011 im Rathaus gelogen und behauptet, die Stahlrohre hätten einen inneren Rostschutz, obwohl ein rostiges Musterstück vorgelegt wurde. Neun Jahre lang floss das sauerstoffhaltige Wasser durch die Rohre. Dabei wurden aus den 175 to der Stahlrohre ca. 77 to Fe - Eisen, 44%, herausgelöst. Als unlösliches Eisenoxyd wurde es in Untergrund eingeleitet. Dabei ist ausdrücklich verboten, Fremdstoffe einzuleiten, die den "hydrochemischen Charakter" des Grundwassers verändern.

 

Jetzt wurde vom Aktionbündnis Strafanzeige gestellt. Man darf gespannt sein, wie versucht wird, das zu verschleppen und zu verharmlosen. Es müssen jetzt sofort Boden- und Grundwasserproben an den Einleitungsstellen genommen werden und die Verantwortlichen auch persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.