Dokumentiert aus der Thüringer Allgemeinen Zeitung
Konferenz der Bergarbeiter in Deutschland – Umweltzerstörung soll besprochen werden
Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert:
Jovino Nunez ist 63 Jahre alt und gerade aus seiner Heimat, der Dominikanischen Republik, nach Deutschland gereist. Er nimmt an der heute, 31. August, beginnenden dritten Weltkonferenz der internationalen Bergarbeiterbewegung teil. Die Konferenz findet erstmals in Deutschland statt. Zunächst in Dorndorf, wird sie dann bis 3. September in Truckenthal / Schalkau fortgesetzt.
„Ich wurde als Delegierter von der Bergarbeiter-Bewegung in meiner Heimat entsandt, um mich mit anderen Bergarbeitern über unsere jeweiligen Arbeitsbedingungen auszutauschen“, sagt der 63-jährige Nunez. Die rund 60 Delegierten aus 18 Ländern von vier Erdteilen werden dabei von lokalen Unterstützergruppen empfangen und betreut. Nunez wird von der Eisenacher Gruppe um Fritz Hofmann von der MLPD begleitet. Von den Veranstaltern wird im Vorfeld auf die teilweise schlimmen Arbeitsbedingungen von Millionen Beschäftigten in der Rohstoff- und Energieproduktion auf allen Kontinenten der Welt hingewiesen. Was der Run nach Rohstoffen für die soziale Lage der Betroffenen samt der teilweise gravierenden Umweltzerstörung in den Regionen bedeutet, soll auf der Konferenz besprochen werden.