Bochum
Antikriegstag: Kein Volk will Krieg!
Das Internationalistische Bündnis rief zur Kundgebung am Antikriegstag, dem 1. September, auf. Die Kundgebung zwischen Citypoint und Drehscheibe war geprägt von vielen interessanten Redebeiträgen.
Vor genau 84 Jahren, am 1. September 1939, überfiel das faschistische Hitler-Regime Polen und besetzte den Radiosender Gleiwitz. Damit wurde der Zweite Weltkrieg ausgelöst, in dem über 70 Millionen Menschen durch die Kriegsgräuel, Folter, Hunger oder Krankheiten starben.
Der Moderator zog Parallelen zum aktuellen ungerechten Ukrainekrieg und anderen Kriegsschauplätzen. "Die Ursache für Kriege liegen im Kampf um die Weltherrschaft der imperialistischen Staaten bzw. des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals", meinte er in seiner Ansprache, "hier geht es um Rohstoffe und auch natürliche Ressourcen wie z.B. Wasser." Er forderte einen sofortigen Stopp der Waffenlieferungen an die Ukraine.
Es gab Redebeiträge verschiedener Trägerorganisationen des Internationalistischen Bündnisses. Eine Rednerin der MLPD ging auf die Ursachen der Kriege und der begonnenen Umweltkatastrophe. ein. „Es stellt sich hier die Frage nach dem Überleben der Menschheit und damit nach dem Sozialismus, der nicht nach dem Profitgesetz arbeitet. Alle Errungenschaften werden nach diesem Gesellschaftssystem zum Wohl der Menschheit eingesetzt", meinte sie.
Ein Redner von der Umweltgewerkschaft wies auf die bereits begonnene Umweltkastrophe hin und betonte, dass bereits eingetretende Folgen dieser Umweltzerstörung nicht mehr rückgängig gemacht werden können, wie z.B. das Auftauen der Perma-Frostböden. "Wir müssen weltweit gegen die Kriegsgefahr mit Millionen Menschen auf die Straße gehen und Arbeitskämpfe durchführen wie in den 1960er Jahren gegen den Vietnam-Krieg", hieß es.
Ein Redner setzte auf den diplomatischen Weg. Einen Redebeitrag gab es zur Demagogie der AfD als angeblicher Friedenspartei. "Diese Partei ist gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, fordert zugleich die Hochrüstung der Bundeswehr. Zudem ist die faschistoide Partei nicht auf der Seite der Arbeiter, fordert Steuersenkungen für die Reichen, will ein festes Renteneintrittsalter abschaffen und Sozialleistungen massiv kürzen. Außerdem tritt die AfD für den Weiterbetrieb der fossilen und Atomkraftwerke ein und leugnet die bereits begonnene Umweltkatastrophe.
Eine Rednerin des Internationalistischen Bündnisses wies in diesem Zusammenhang auf die bereits begonne Tagung der internationalen Einheitsfront und der 3. internationalen Bergarbeiterkonferenz in Thüringen/Schalkau-Truckenthal hin. "Wir sehen in den Veranstaltungen in Truckenthal die Fortsetzung des bereits begonnenen weltweiten Widerstands gegen das barbarische System des Kapitalismus und protestieren gegen die willkürliche Verweigerung von Einreise-Visa für Delegierte aus verschiedenen Ländern wie z.B. der Elfenbeinküste".