3. Internationale Bergarbeiterkonferenz bekanntgemacht

3. Internationale Bergarbeiterkonferenz bekanntgemacht

Unterwegs im ehemaligen Kali-Bergbaugebiet um Bischofferode

Wir waren neulich zu viert für zwei Tage in Nordthüringen und machten in den Städten Bischofferode, Bleicherode und Sollstedt die 3. Internationale Bergarbeiterkonferenz bekannt.

Korrespondenz aus Villingen-Schwenningen
Unterwegs im ehemaligen Kali-Bergbaugebiet um Bischofferode
Die Kali-Zeche in Bischofferode war nach Thomas Müntzer benannt. Hier im Bild: Der Landesvorsitzende der MLPD Thüringen, Tassilo Timm, vor der Thomas-Müntzer-Büste am ehemaligen Zecheneingang in diesem Jahr (rf-foto)

Bischofferode wurde vor ca. 30 Jahren durch den vehementen Kampf der Kumpels gegen die Schließung des dortigen Kali-Bergwerks bekannt. Die Kämpfe gingen seinerzeit bis hin zu Hungerstreiks. Die Schächte der anderen beiden Städte wurde schon kurz vorher von der Treuhand „abgewickelt“.

 

In den Gesprächen mit den Menschen in der Region fiel uns auf, dass diese den internationalen Zusammenschluss der Bergleute im großen und ganzen begrüßen. Sie sind immer noch stolz darauf, Bergbauregion zu sein. Die Freundlichkeit, die uns entgegengebracht wurde, zeugte auch davon – genauso wie die Spendenbereitschaft

 

Wenige Arbeiter aus Bischofferode neigten dazu, zu sagen, das sei doch alles umsonst gewesen, da der Verkauf an Kali + Salz vorher schon beschlossene Sache war. Hier orientierten wir darauf, dass man im Kapitalismus immer kämpfen muss und dass einem nichts geschenkt wird. Heute, nach dreißig Jahren Erfahrung mit beiden Systemen, entsponnen sich tiefere Diskussionen, und die eine oder andere Ausgabe des Rote Fahne Magazins wechselte den Besitzer.