Beschäftigte berichten
Produktionshölle Tesla
In einem Postcast des Vox-Media Technikanals "The Verge" berichteten kürzlich mehrere ehemalige Beschäftigte von Tesla, welche Arbeitsbedingungen in den Tesla-Werken herrschen. Die Vorstellungen über die Zukunft der Autotechnologie kollidieren dabei gewaltig mit der harten Realität in der Produktion:
„'Was ich gesehen habe, waren viele Leute, die auf dem Boden schliefen, Leute, die zehn, zwölf Stunden am Tag arbeiteten, sechs, sieben Tage die Woche', sagte Carlos Gabriel, ein ehemaliger Tesla-Arbeiter, der 2020 bei dem Unternehmen arbeitete, über seine Erfahrungen in der Fabrik in Fremont.“
Huibert Mees, Chefingenieur für die Aufhängung des Model S, der von 2009 bis 2015 bei Tesla arbeitete, sagte gegenüber The Verge, die Arbeit sei „alles verzehrend“. „Man hat die Stunden reingesteckt und es waren Wochenenden und es war jede Nacht acht, neun, zehn Uhr abends“.
Ex-Mitarbeiter Denis Duran sagte The Verge, er habe fünf Jahre lang für Tesla gearbeitet, bevor er das Unternehmen verließ. In dieser Zeit habe er ein Feuer miterlebt und gesehen, wie das Bein eines Mannes von einem Auto am Fließband zerquetscht wurde. Duran hat sich seitdem über seine Erfahrungen in der Fabrik geäußert und nannte den Autohersteller ... einen „modernen Ausbeuterbetrieb“.
Elon Musk, Milliardär und in den bürgerlichen Medien gerne als „Visionär“ bezeichnet hat selbst einmal die Zustände in seinen Betrieben als „Produktionshölle“ charakterisiert. Das hält ihn nicht davon ab, aus diesem Ausbeutungsverhältnis gegenüber seinen Beschäftigten – 40.000 Menschen arbeiten insgesamt bei Tesla – seinen privaten Profit zu ziehen. Als echter Oligarch, Monopolkapitalist, Ausbeuter hält er daher – bei allem technischen Fortschritt – nichts vom sozialen oder gar gesellschaftlichen Fortschritt. Im Gegenteil: Vorwärts, in die Vergangenheit mit Arbeitsbedingungen und Arbeiterrechten!