Engagiert gegen Rassismus
Trainer der SpVgg Greuther-Fürth redet Klartext
Die folgende Wutrede des Trainers des Fußballvereins SpVgg Greuther-Fürth, Alexander Zornig, zu mehrmaligen Beleidigungsrufen aus dem Stadion gegen einen dunkelhäutigen Spieler, gehalten auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, kam in der "Aktuellen Stunde" des "WDR" am 13. August. "Rote Fahne News" dokumentiert:
„Es geht darum, dass wir selber Charakter zeigen. Das Stadion war relativ gut besucht, ich würde mal sagen vielleicht 95 Prozent ausverkauft. Es war kein Punkt, wo man sich hätte aus dem Staub machen können; da hat jeder gehört, was der andere sagt.
Und wenn da drei, vier, fünfmal jemand Affe zu einem Spieler sagt, dann muss ich halt sagen: ‚Halt die Klappe, ich kanns nicht mehr hören‘. Ich will einfach nicht glauben, dass unser Land, egal wo, ob in Fürth, ob in Nürnberg, ob in Rostock ob irgendwo, dass wir tatsächlich noch in einer Zeit leben, wo irgendjemand denkt, er selber sei mehr wert als ein anderer.
Wir sind ein tolles Land und dementsprechend müssen wir uns auch präsentieren. Wenn wir das nicht machen, dann kriegt das braune Gesockse, das auch noch im Bundestag sitzt, immer mehr Oberwasser; und das darf einfach nicht passieren.“ .