Kimberley/Südafrika
Streik der Bergleute in Diamantmine geht weiter
In der Ekapa-Diamantmine, Kimberley, geht der Streik der Bergleute in die zweite Woche. Sie fordern ein monatliches Mindestgehalt von R17.500 (843 €) sowie eine Verbesserung der medizinischen Versorgung und der Wohnbeihilfen.
Rote Fahne News berichtete am 12. August: Kimberley: Streik in Diamantmine
Achtunddreißig Beschäftigte wurden mit dem Vorwurf "öffentlicher Gewalt" verhaftet und gegen Kaution freigelassen. Der Numsa-Organizer Tsepho Mokhele sagt: "Einige Beschäftigte, die seit mehr als vier Jahren im Betrieb sind, erhalten nur R5.700 (274 €) für eine volle Schicht. Unsere Mitglieder arbeiten 12-Stunden-Schichten pro Tag und verdienen unter R250.000 (12043 €) pro Jahr. Die Bergleute setzen ihr Leben aufs Spiel, damit das Unternehmen Gewinne machen kann. Letzte Woche entging ein Bergarbeiter nur knapp dem Tod, als ihm bei Arbeiten unter Tage ein Stein auf den Kopf fiel. Im März kam ein Bergbauarbeiter am alten Du-Toitspan-Schacht ums Leben."
Elf Jahre nach dem Marikana-Massaker, bei dem 34 streikende Bergleute erschossen wurden, geht die Polizei wieder mit Gummigeschossen, Wasserwerfern, Tränengas und Blendgranaten auf Bergleute los. Mokhele: „Unsere Mitglieder wurden angegriffen, obwohl sie unbewaffnet waren und keine Gefahr für Personen oder Sachen darstellten. Es wurde grundlos auf sie geschossen und sie haben niemanden provoziert. Sie wurden angewiesen, Verzichtserklärungen zu unterschreiben, wenn sie ihren Arzt auf dem Betriebsgelände aufsuchen müssen, wo ihnen gesagt wurde, dass sie aus Numsa austreten und ein Formular unterschreiben sollen, das besagt, dass sie sich nicht am Streik beteiligen. Die Arbeier arbeiten in 12-Stunden-Schichten, obwohl sie laut Vertrag neun Stunden pro Tag arbeiten sollten. Auch die Urlaubstage sind Gegenstand des Streits."
Numsa will jetzt die staatliche Schlichtungskommission anrufen.