Stuttgart

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Bergarbeiter und Automobiler gemeinsam

Bei der Veranstaltung zur 3. Internationalen Bergarbeiterkonferenz im Arbeiterbildungszentrum Süd (ABZ) in Stuttgart wurde uns die wachsende Bedeutung der Bergarbeiter bewusst. Der Rohstoffhunger der Imperialisten führt international dazu, dass überall Arbeiter zum Abbau wertvoller und seltener Rohstoffe gebraucht werden. In der Autoindustrie werden bei der Umstellung auf E-Autos in der Metallverarbeitung und Montage Arbeitsplätze wegfallen, aber für die Batterien und Elektronik steigen die Autokonzerne in Bergbauunternehmen ein, um sich Lithium und Kobalt für die Produktion derselben zu sichern. Materiell entsteht hier eine Grundlage für eine enge Zusammenarbeit von Bergarbeitern und Automobilern.

Korrespondenz

In Stuttgart bauen Automobilarbeiter bei Daimler, Porsche und Bosch die Partnerschaft zu südafrikanischen Bergarbeitern aus und beleben die Automobilarbeiterkoordination. Für die Teilnahme einer südafrikanische Delegation zur 3. Internationalen Bergarbeiterkonferenz, die am 31. August in Thüringen / Deutschland beginne wird, begannen wir, sie bekannt zu machen.

 

Am Drehtor von Bosch in Stuttgart-Feuerbach führten wir einen Werbe- und Spendeneinsatz durch. Wir bekamen 11,60 Euro an Spenden für die Bergarbeiter von sieben Spendern. Die Bedeutung der Bergarbeiter, auch für die Lebensrettung von Verschütteten bei Erdbeben oder Überschwemmungen bzw. die Selbstorganisation bei Katastrophen ist unter Migranten aus der Türkei und dem Balkan sehr präsent. Wir luden zu einer Gsprächsrunde ins Bürgerzentrum dazu ein.

 

Beim Weißwurstessen kamen 23,30 Euro Überschuss zusammen.

 

Das Bistro am 23. August wollen wir mit einem Infostand der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung (IAC) zur Koordinierung nutzen und machen am Vortag einen weiteren Einsatz am Drehtor von Bosch.

 

Im Flyer dazu heißt es: „Bosch Geschäftsführer Markus Heyn meint, die Stärke von Bosch sei, dass die Beschäftigten schnell in großen Serien in China, USA oder Europa fertigen können. Damit treibt Bosch uns weltweit in Konkurrenz untereinander, alles für den Maximalprofit. Doch die gesellschaftliche Produktion lehrt uns auch die Solidarität. Das eint uns mit den Bergarbeitern.

 

Bosch-Kollegen aus der Türkei sind voller Hochachtung vor Bergarbeitern. Sie retteten bei den schweren Erdbeben Leben und ihr Zusammenhalt prägt in vielen Ländern soziale Bewegungen. Die Bergarbeiter haben sich in der Strukturkrise die Würde nicht nehmen lassen.

 

Internationale Koordinierung von Arbeiterinteressen, statt nationalistische Spaltung! Das führt in eine lebenswerte Zukunft.

 

Diese Konferenz ist eine bedeutende Keimform der internationalen Arbeitereinheit. An ihr nehmen Bergarbeiter aus aller Welt teil.“

 

Das Bistro mit leckerem Essen und Erfahrungsaustausch in lockerer Runde sowie einem Infostand der Internationalen Automobilarbeiterkoordination zur Koordinierung der Teilnahme und Unterstützung der Bergarbeiterkonferenz, findet am Mittwoch, 23. August, 18 Uhr, im Arbeiterbildungszentrum, Stuttgart-Untertürkheim, Bruckwiesenweg 10, statt.