Veranstaltung in Erlangen

Veranstaltung in Erlangen

„Kommunistische Wahlerfolge in Graz und Salzburg … und bald auch in Bayern?“

„Kommunistische Wahlerfolge in Graz und Salzburg … und bald auch in Bayern?“, unter diesem Titel fand eine Veranstaltung von Junge Linke in Erlangen statt. Gast des Abends war Max Veulliet, Teil des Wahlkampfteams der KPÖ Salzburg.

Korrespondenz
„Kommunistische Wahlerfolge in Graz und Salzburg … und bald auch in Bayern?“
Ein Blick aufs Veranstaltungsplakat (rf-foto)

Er berichtete von ihrer Wahlkampagne, die zum Erfolg der KPÖ plus bei der Landtagswahl in Salzburg, nämlich zu einer Steigerung ihres Wahlergebnisses von 0,4 auf 11,7 Prozent (21,5 Prozent in der Stadt Salzburg), geführt hatte. (Mehr dazu hier)

 

Max Veulliet ist zur Zeit Büroleiter der KPÖ in Salzburg und kommt ursprünglich von den Jungen Linken. Die Veranstaltung in Erlangen war seine erste in Deutschland. Auch aus vielen anderen Städten liegen Einladungen vor.

 

Er berichtete, dass es wichtig war, als Kommunistische Partei aufzutreten und nicht als "Linke" oder "Grün / Linke", weil diese Namen in Österreich verpönt sind. Mit dem Namen KPÖ wird man sofort als Systemgegner wahrgenommen und von Menschen gewählt, die in Opposition zum kapitalistischen System und seinen katastrophalen Auswirkungen stehen.

 

Die KPÖ war lange Zeit - seit den 1960er-Jahren - eine kleine Partei und ist es in ganz Österreich immer noch. In Salzburg und Graz machten sie den Wahlkampf 2023 als KPÖ plus unabhängig von der Parteizentrale, verstärkt mit Kräften aus der Jugend.

 

Sie setzten auch auf jederzeit erreichbare anerkannte Persönlichkeiten, die großen Einsatz zeigten, machten eine intensive Pressearbeit, waren mit regelmäßigen Infoständen und Veranstaltungen sichtbar in der Stadt – und das nicht nur zu Wahlkampfzeiten.

 

Sie setzten hunderte von ansprechenden Plakaten ein und kümmerten sich auch um die kleinsten Probleme der Menschen, vor allem um die Wohnungsnot und die hohen Kautionen.

 

Einen Teil ihrer Diäten setzen sie für in Not geratene Menschen ein. Alle diese Faktoren und einige Standards mehr führten zu dem Wahlerfolg.

 

Offen blieb bei der Vorstellung aber, wie die sozialistische Zukunft aussehen soll. Soll der Kapitalismus etwas reformiert werden? Von einer revolutionären Umgestaltung war jedenfalls keine Rede.