Amazonas-Gipfel

Amazonas-Gipfel

Eine Liste von Versprechungen

Viel heiße Luft, aber fürs Klima nichts gewonnen. So könnte das ernüchternde Fazit des sogenannten Amazonas-Gipfels lauten, der jetzt in Brasilien zu Ende gegangen ist. Und in der Tat ist das Ergebnis ernüchternd: Die Anrainerstaaten haben sich nicht auf einen gemeinsamen Standpunkt, um die Abholzung in der Region zu beenden, geeinigt. Zu groß ist offensichtlich der Einfluss der Holz-Mafia in den jeweiligen Ländern, zu gering ist das Interesse der internationalen Holzmonopole, auf auch nur einen einzigen Cent Maximalprofit zu verzichten. So gibt es keine konkreten Entscheidungen. Lediglich eine Liste von Versprechungen wurde beschlossen. In der Konsequenz bleibt in Sachen Abholzungsziele und Rohstoffabbau jedem Land selbst überlassen, was es macht. Ein erneuter Offenbarungseid der „Umweltpolitik“ des kapitalistischen Systems.