Krefeld

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Das Jubiläum und der ‚Faktor Mensch‘ – 125 Jahre Schienenfahrzeugbau in Krefeld

„Elektropower“, die Zeitung von und für Kolleginnen und Kollegen im Konzernverbund von Siemens und Infineon, schreibt:

Aus Kollegenzeitung „Elektropower“

Großer Medienrummel bei der 125-Jahr-Feier im Werk. „Im Schnitt bauen wir in Krefeld jedes Jahr etwa 600 moderne und digitalisierte Wagen. … Das ist ein Spitzenwert und nur durch unser hochmotiviertes, top ausgebildetes Team und den konsequenten Einsatz von Digitalisierung in Fertigung und Logistik möglich. Darauf sind wir sehr stolz“, tönt Mobility-CEO Michael Peter. Und Werksleiter Esslimani legt noch eins drauf: „auf den Faktor Mensch ist hier Verlass.“

 

Der Mensch im Mittelpunkt? In Sonntagsreden und Pressemitteilungen auf jeden Fall. „Der ICE ist eine Familienangelegenheit“, schreibt denn auch die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) brav. Familien? Die waren zur Jubiläumsfeier nicht eingeladen, obwohl sich das viele Kollegen gewünscht hatten. Die Werksrentner auch nicht. Zusätzlich wurde jetzt – nach zwei Jahren Corona-Pause – das jährliche Rentnertreffen ganz abgeschafft. Beides ist zu teuer. Vom „Faktor Mensch“ zählt im Kapitalismus nur der produktive Lebensabschnitt. Die Zeit, in der aus seiner Arbeitskraft größter Gewinn herausgeholt werden kann.

 

600 Wagen pro Jahr, weil wir immer produktiver arbeiten und das ist weltweit so – in der international organisierten Großindustrie. Die Gewinne steckt eine winzige Minderheit von Großaktionären, Milliardären ein. Deshalb wachsen Armut und Krisen. Wenn die arbeitenden Menschen darüber verfügen könnten, könnten alle würdevoll leben. Auf der ganzen Welt. Die Natur müsste nicht dem Profit geopfert werden. Die Voraussetzungen dazu sind geschaffen. Anders ausgedrückt: Der Sozialismus ist weltweit materiell vorbereitet. Damit das kein schöner Wunsch bleibt, sollten wir uns genauer damit beschäftigen, was eigentlich Sozialismus ist. Wie das gehen kann, dass tatsächlich der „Faktor Mensch“ im Mittelpunkt steht. Wir empfehlen, darüber mit Kollegen der MLPD zu sprechen. Oder am Tor mit den Verkäufern des Rote Fahne-Magazins.

 

Oder im Internet: www.rf-news.de bzw. www.mlpd.de.