A5-Raststätte Gräfenhausen
Polnischer Spediteur zeigt streikende LKW-Fahrer an!
Die mittlerweile rund 150 Fahrer, die vor allem aus Georgien, Usbekistan, Kasachstan und Tadschikistan kommen, streiken auf der Autobahnraststätte Gräfenhausen, weil sie seit Monaten keinen Lohn erhalten haben.
Rote Fahne News berichtete mehrfach, zuletzt hier: Kämpferische Trucker wieder im Streik
Der polnischen Transportkonzern von Lukasz und Agniezka Mazur sieht keine kriminelle Tat darin, dass er den Truckern den Lohn vorenthält. Sondern er sieht im Streik der Arbeiter eine „Erpressung“, weshalb er jetzt eine Anzeige erstattet hat. Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, bezeichnete das Vorgehen des Unternehmers als "bodenlose Frechheit". Das sei der Versuch, Opfer zu Tätern zu machen.
Doch diese erneute Eskalation wird dem Transportkonzern auf die Füße fallen. So kündigte jüngst einer der Streikenden an: "Wir bleiben. Der Streik dauert. Und wenn es bis zum Tod ist." Dabei erhalten die Streikenden viel Solidarität aus der Bevölkerung und der Arbeiterbewegung; darunter auch von der MLPD.
Gut ist ebenfalls, dass das faschistische Vorgehen des vom Spediteur beauftragten Detektivs, der mit einer Privatmiliz und einem panzerähnlichen Fahrzeug auf dem Rastplatz vorfuhr, ein juristisches Nachspiel hat. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt wegen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Quelle: www.hessenschau.de 1.8.23