Strafanzeige in Italien nach antifaschistischem Statement einer Rockband

Strafanzeige in Italien nach antifaschistischem Statement einer Rockband

Solidarität mit Brian Molko!

Nach einem Konzertauftritt in Italien erhielt der Frontsänger Brian Molko der bekannten britischen Rockband “Placebo“ prompt eine Anzeige der Turiner Staatsanwaltschaft.

Von jz

Der Vorwurf: Beleidigung der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Giorgia Meloni ist bekanntermaßen Mitglied und Mitbegründerin der faschistischen Partei Fratelli d'Italia. Eine waschechte Faschistin und Rassistin durch und durch. Genau als das hat Brian Malko unter dem Jubel der Konzertbesucher die Regierungschefin bezeichnet und seinen Unmut darüber deutlich zum Ausdruck gebracht. Diese äußerst begrüßenswerte antifaschistische Grundhaltung einer populären Rockband soll nun mit mehreren tausend Euro Strafe gesetzlich geahndet werden.

 

Die "westliche Wertegemeinschaft" der europäischen Regierungen verhält sich zu diesem Vorfall auffallend desinteressiert. Nicht einmal das laueste Lüftchen einer Entrüstung war zu vernehmen. Kein Wunder! Trotz ihrer faschistischen Grundhaltung wird Meloni von europäischen Regierungskreisen regelrecht umgarnt. Vorneweg der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz, immerhin Mitglied der SPD und ständig darum bemüht, in der Gesellschaft "mehr Respekt" einzufordern. Er gratulierte ihr höchst persönlich am Telefon zu ihrer Wahl zur Regierungschefin. Offizielle, gegenseitíge Staatsbesuche fanden in einer außerordentlich "höflichen" Atmosphäre statt. Regierungssprecher Hebestreit bezeichnete die Beziehung zur italienischen Regierung als "gut und vertrauensvoll". Meloni wird ein besonders guter Draht zur EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nachgesagt. Die EU Pläne zur Abschaffung des Asylrechts lassen grüßen. Für den Machtblock des EU-Imperialismus gibt es keinen Grund, die eifrigste Verfechterin der Abschaffung der Rechte von Flüchtlingen öffentlich zu kritisieren, solange sie sich auch in anderen Fragen seinen Interessen bereitwillig unterordnet.

 

Antifaschistische Statements bekannter Künstler und Kulturschaffender sind unter dem Eindruck der Rechtsentwicklung notwendiger denn je und verdienen die größte Solidarität!