Eil-Meldung
Schlichterspruch in der EVG/Bahn-Tarifrunde
Heute gaben die „Schlichter“ in der Tarifauseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft EVG und der Bahn ihren Vorschlag bekannt. Er sieht eine stufenweise Erhöhung der Entgelte um mindestens 410 Euro vor. Bestimmte Berufsgruppen sollen bis zu 100 Euro zusätzliche erhalten. Die ersten 200 Euro gäbe es erst im Dezember dieses Jahres kommen, die zweite im August 2024. Außerdem soll es im Oktober eine Einmalzahlung in Höhe von 2850 Euro geben. Die Laufzeit soll bei 25 Monaten liegen.
Sicherlich müsste der Vorstand der Bahn damit finanzielle Zugeständnisse an die kampfbereiten Eisenbahner machen. Aber der Vorschlag liegt weit unter den gewerkschaftlichen Forderungen und insbesondere die Laufzeit ist inakzeptabel. Bei anhaltend hoher Inflation bedeutet er Reallohnverlust. Ohne Entfaltung der vollen gewerkschaftlichen Kampfkraft kann nur ein fauler Kompromiss herauskommen. Streikvermeidung ist dagegen erklärtes oberstes Ziel der Schlichtung. Stimmt der EVG-Vorstand zu, wäre es Sache der EVG-Mitglieder, dieses Ergebnis abzulehnen und Kurs auf Vollstreik zu nehmen.
Rote Fahne News wird morgen genauer berichten..