Lübeck

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Lebhafte Diskussion bei der Vorstellung des Buches „Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft“

Die sommerliche Hitze konnte 17 Besucherinnen und Besucher am 11. Juli nicht von der Buchvorstellung durch Joachim Griesbaum abhalten.

Korrespondenz

Einleitend berichtete der Diskussionsleiter von einem Beitrag der ARD-Tagesthemen darüber, dass die EU „Gentechnik-Regeln lockern“ will („Genmanipulation“ gibt es also nicht mehr). Wir sollten einem Professor glauben, das sei ungefährlich und diene der nachhaltigen Anpassung der Pflanzen an den „Klimawandel“.

 

Joachim führte aus, dass diese scheinbar ideologiefreien Wissenschaftler es verharmlosen, dass die globale Umweltkatastrophe bereits eingesetzt hat. Sie wollen die Profitwirtschaft erhalten. Ein anwesender Umweltwissenschaftler, der das Buch gelesen hat und die große Sachkenntnis des Autorenkollektivs schätzt, würdigte eine Reihe kritischer Wissenschaftler an Unis in den 1970er Jahren. Sie wurden durch eine enge Anbindung der Forscher an die Interessen des Kapitals teilweise mundtot gemacht.

 

Joachim betonte, dass wir nicht nur die Profitorientierung bürgerlicher Wissenschaften angreifen dürfen, sondern deren metaphysische Weltanschauung. Ein Rebell berichtete von zwei Medizinstudentinnen, die es für „überdreht“ halten, wenn sich die MLPD jetzt ein Urteil über die  Wissenschaftlichkeit der Medizin erlauben will. Aber ihr Interesse am Buch wurde geweckt. Ein MLPD-Genosse berichtete von einem Zeitungsbericht: Für Wissenschaftler ist es wenig attraktiv, ihre Forschungsdaten mit anderen zu teilen. Ihre Abhängigkeit von Konzernen oder ihre Karriereinteressen blockieren dies. „Welche Möglichkeiten eröffnen sich für den Fortschritt der Menschheit in Einheit mit der Natur, wenn sie ausgehend vom dialektischen Materialismus weltweit im Sozialismus zusammenarbeiten?“

 

Ein Genosse trug zu Beginn das Lied von „Gehörwäsche“ vor: „Wenn du so weiter machst, wirst du noch Kommunist.“ Dann machen wir doch weiter mit unserem weltanschaulichen Kampf!