Frankreich

Frankreich

Paris: 2.000 trotzen dem Demo-Verbot

Am Samstag, dem 8. Juli, hatten die staatlichen Behörden in Frankreich in vielen Städten Demonstrationen verboten mit der Begründung, es könne ja zu Gewalt kommen. Verboten war so auch die seit 2016 jährliche Gedenk-Demonstration zur Erinnerung an den Tod von Adama Traoré bei seiner Festnahme. Die Familie fordert seit Jahren vergeblich eine gerichtliche Klärung. Trotz des Verbots versammelten sich am Samstag dann in Paris rund 2.000 Menschen und protestierten friedlich gegen Polizeigewalt. Diese blieb allerdings auch diesmal nicht aus, es kam zu Einkesselungen und Festnahmen. Demonstriert wurde auch in Straßburg und Marseille. Landesweit beteiligten sich ca. 6.000 Menschen. "Dieser Aufstand hat viel mehr Gründe als der Protest gegen die Erschießung des Jugendlichen", so ein 24-Jähriger in einem Mini-Interview mit MLPD-Genossen zu der aktuellen Jugendrevolte. Die Macron-Regierung macht gar nichts für uns jungen Leute, sondern alles nur für die Reichen. Ich kann den Protest gut verstehen und es wird nicht der letzte sein. Macron hat nur die Antwort mit der Polizei."