Frankreich

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Der 14. Juli und die Angst der Herrschenden

Der 14. Juli ist der französische Nationalfeiertag.

Korrespondenz aus Paris
Der 14. Juli und die Angst der Herrschenden
Der Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, künstlerisch dargestellt von Charles Thévenin. Haben die Herrschenden Angst vor einer Wiederholung? (grafik: gemeinfrei)

Am 14. Juli 1789 wurde in Paris das Bastille-Gefängnis gestürmt und die in der Festung Gefangenen wurden befreit. Das französische Volk kämpfte für seine Emanzipation und Freiheit. Die gestürmte Bastille stand für königliche Willkür und den Kampf gegen das “Ancien Régime”, gegen die ehemaligen feudalistischen, absoluten Herrscher und für die Volksherrschaft.

 

Kampf um Freiheit?! Die Angst geht um in der Macron-Regierung. Für das Wochenende des 14. Juli beschloss die Regierung deshalb, in ganz Frankreich 130.000 hochbewaffnete Polizisten sowie die Gendarmerie als Teil des Militärs zu mobilisieren. Hubschrauber, Wasserwerfer und Panzerwagen sind einsatzbereit. Die U-Bahnen sind geschlossen und ”alle Demonstrationen, die in direkter Verbindung mit dem Aufruhr der letzten Wochen stehen, sind verboten”, verlautet Innenminister Gérald Darmanin.

 

Nach den anhaltenden Kämpfen gegen das Rentengesetz und ihren faschistoiden Regierungsstil, ließ die Macron-Regierung noch im Mai verlauten, dass in 100 Tagen, bis zum 14. Juli, wieder Einigkeit und Ruhe einkehren sollten. Fehlanzeige!