Pressemitteilung Saarbrücker Montagsdemo

Pressemitteilung Saarbrücker Montagsdemo

Wie und auf welcher Seite steht man richtig im Kampf gegen die Stilllegung des Ford-Werks in Saarlouis?

Wie und auf welcher Seite steht man richtig im Kampf gegen die Stilllegung des Ford-Werks in Saarlouis? Dies und eine Fülle von Argumenten gegen die AfD waren die 'Renner' bei der Montagsdemo, die von den Teilnehmenden engagiert durchgeführt wurde - was auf diese Weise auch eine sehr interessierte Zuhörerschaft mit sich brachte. International aufgestellt, Kids und Erwachsene zusammen, so hats funktioniert….

„Im Fall Ford in Saarlouis stimmt … die ganze Strategie der Landesregierung und der Betriebsratsspitze nicht: Es war ein Riesenfehler, die Urabstimmung für Streik abzusagen, nachdem ein ‚letter of intend‘, dieser vage Wisch eines mysteriösen anonymen Investors, unterschrieben wurde. Da ist die Kluft zwischen Unternehmen und Belegschaft eben auch unüberbrückbar. Deshalb hilft auch kein Sozialtarifvertrag, sondern der selbständige Kampf um jeden Arbeitsplatz und gegen die ganze Stilllegung steht an. Die IG Metall muss Kampforganisation werden", wandte ein Redner ein, der auch auf die internationale Rolle des Ford-Konzerns hinwies, in dessen Chefetage ganze Standorte wie Schachfiguren hin- und hergeschoben und weggekickt würden.

 

"Das passt doch mega-super, dass die Band 'Gehörwäsche' aus Köln am kommenden Sonntag, um 14 Uhr, bei den Saarwiesen hinterm Theater ein Open-Air-Konzert gibt, zusammen mit drei anderen Bands. 'Gehörwäsche' ist eng verbunden mit der Ford-Belegschaft, die Leute sind selbst Arbeiterinnen und Arbeiter - das wird ja auch ein richtig rebellisches Solidaritäts-Konzert mit Perspektive - und: Die Leute von der Band haben sich zum Erfahrungsaustausch mit den Saarlouisern eine Stunde vor Konzertbeginn bereit erklärt!", lud jemand besonders die jungen Leute ein.


Ein Kollege äußerte sich besorgt und empört, dass die faschistoide AfD solchen Zulauf erhält und dies war das Stichwort für viele weitere Redebeiträge: "Nehmen wir doch mal den Carsten Becker, AfD, Landtagsabgeordneter im Saarland, vor seiner Karriere in der AfD Arbeiter bei Ford Saarlouis. Der gibt sich smart, hat jedoch allen Ernstes schon letztes Jahr massiv gegen den 'Standort-Zuschlag' für Valencia gehetzt und behauptet, die Saarländerinnen und Saarländer würden nun mit ihren Steuergeldern die Belegschaft dort finanzieren. Glatte Lüge. Kein Wort vom gemeinsamen Kampf um jeden Arbeitsplatz! Der hat auch sehr bedauert, dass die Landesgelder an den Konzern ‚zu spät und zu wenig‘ geflossen seien. Das ist doch keine Partei des sogenannten kleinen Mannes, das ist arbeiterfeindlich und Spaltung pur", entlarvte jemand.