Lufthansa-Beschäftigte

Lufthansa-Beschäftigte

Ver.di ruft heute zum bundesweiten Aktionstag an Flughäfen auf: „Ohne uns kein Höhenflug!“

Die Gewerkschaft Ver.di fordert für alle Beschäftigte der Deutschen Lufthansa AG eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000 Euro. Da der Vorstand auch nach mehreren Monaten noch immer kein Angebot vorgelegt hat, hat Ver.di die Beschäftigten an den Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg zu einem bundesweiten Aktionstag am 6. Juli aufgerufen; unter dem Motto „Ohne uns kein Höhenflug!“

Von wb

Der Tarifabschluss im letzten Jahr konnte die Realllohnverluste im Zuge des von der Gewerkschaftsführung in den Corona-Krisenjahren zugestandenen Lohnabbaus und der anhaltenden Rekordinflation nicht ausgleichen. Auch hat die Lufthansa im letzten Jahr 1,5 Milliarden Euro Gewinn ausgewiesen und erwartet aufgrund der großen Nachfrage nach Flugreisen und höheren Ticketpreisen für dieses Jahr eine weitere Steigerung.

 

Deshalb fordert Ver.di eine „Inflationsausgleichsprämie“ von einmalig 3.000 Euro. Diese soll auch dazu beitragen, dass sich wieder mehr Menschen für die Lufthansa bewerben, um der Überlastung des Personals entgegenzuwirken und mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Denn der Vorstand hatte 2021 und 2022 den Einbruch beim Luftverkehr in Form von Vernichtung von 32.000 Arbeitsplätzen auf die Beschäftigten abgewälzt.

 

Und während der Lufthansa-Vorstand die Ver.di-Forderung ablehnt, hat er sich selbst die Obergrenze für seine Bezahlung um 30 Prozent erhöht. „Dieser Vorgang löste Protestaktionen aus. Mit tausenden von Unterschriften und Postkarten, die sie an den Vorstandsvorsitzenden richteten, machten die Konzernbeschäftigten auf ihre belastende Arbeitsrealität aufmerksam“, berichtet Ver.di. [1]

 

Doch wenn es in deren Pressemitteilung heißt: "Die Lufthansa hat verlernt, in die DNA des Konzerns, in das Personal, zu investieren“, dann ist das ein frommer Wunsch. Denn es ist eine Gesetzmäßigkeit, dass die Kapitalisten im Konkurrenzkampf und für die Profitmaximierung gezwungen sind, die Ausbeutung der Arbeiter und Angestellten zu steigern. In Streiks „lernt“ Lufthansa deshalb am besten, dass ohne die Beschäftigten keine Flugzeuge fliegen, es keinen Service für die Passagiere gibt und deshalb auch kein Profit erzielt werden kann. Darauf gilt es jetzt an der Gewerkschaftsbasis und auf den Flughäfen hinzuarbeiten: Für einen Inflationsausgleich, der aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten monatlich gebraucht wird, sowie für  mehr Personal! Viel Erfolg!