Flüchtlinge
Frontex will sich der Verantwortung entziehen!
Frontex will sich nach dem Tod von über 500 Menschen vor der griechischen Küste, weil ein maroder Fischkutter mit ca. 700 Menschen gekentert ist, der schwerwiegenden Verantwortung entziehen.
So fordert Frontex von den Behörde in Griechenland, dass sie Erklärungen liefern sollen. Ein Frontex-Mitarbeiter erklärte: „Es geht hier nicht bloß allgemein um die Nichtachtung von Menschenrechten, sondern um strafrechtlich relevante Vorwürfe“. Erklärungen und vor allem lückenlose Aufklärung ist richtig! Alle die in diesem Fall ihre Hände mit im Spiel haben müssen bestraft werden. Dazu gehört die reaktionäre und faschistoid handelnden Behörden und die EU – dazu gehört auch Frontex selbst! Am 13. Juni, um 12.48 Uhr, haben EU-Grenzschützer von Frontex das Boot aus der Luft gefilmt. Sie gaben die Informationen an die griechischen Behörden weiter, weil das Boot völlig überfüllt war und die Menschen keine Rettungswesten trugen.
Wem wollen sie nun erzählen, dass nicht auch sie hätten handeln können und müssen?! Sie beließen es nämlich dabei, die Behörden zu informieren. Von ihrer Meldung bei den griechischen Behörden bis zum Kentern des Bootes waren dann immerhin noch dreizehn Stunden Zeit. Damit will sich die EU, dessen "Grenzschutzagentur" Frontex ist, aus der Verantwortung entziehen. Dabei sind sie in zahlreichen anderen Fällen dafür bekannt, dass sie Flüchtlinge in Booten auf dem offenen Mittelmeer aussetzen. Das Mittelmeer hat sich zu einem Massengrab entwickelt.