Hagen
Stahlarbeiter für die die Internationale Bergarbeiterkonferenz
In vielen Abteilungen unseres Stahlbetriebs wird über die Vorbereitung der 3. internationalen Bergarbeiterkonferenz diskutiert. Begonnen hatten wir mit regelmäßigen Treffen der „Stahlarbeiter für die internationale Bergarbeiterkonferenz“ mit tollen Vorträgen, Diskussionen und gemeinsamen Essen.
Dass die Konferenz im Betrieb richtig bekannt geworden ist, erreichten wir vor allem mit einem Tippspiel, das immer zu den Treffen ausgespielt wird. Die Hälfte des Einsatzes dient der Unterstützung der Konferenz, die zweite Hälfte geht an den/die Gewinner.
Bei den Gesprächen zur Teilnahme am Tippspiel wurde deutlich, dass die ganze Region traditionell vom Bergbau und der Stahlindustrie geprägt ist. Viele erinnerten sich, wie ihre Eltern früher im Bergbau gearbeitet haben, oder sie in den Ruhrgebietsstädten aufgewachsen sind. Ein Kollege war Jahrelang „übertage“ in Bottrop auf Montage und berichtete auch von dem starken Zusammenhalt und Erzählungen der älteren Kollegen von ihren Streiks und Kämpfen.
Die Ruhrkohle AG und Stahlkonzerne haben eine Politik der verbrannten Erde hinterlassen, Arbeitslosigkeit, verseuchte Gewässern und Böden. Damit finden wir uns nicht ab. Deshalb haben wir auch diskutiert, wie wir von der Kumpels lernen können, uns besser zu organisieren.
Seitdem haben ungefähr 100 Kollegen mitgemacht. Nach jeder Runde gibt es immer Neuigkeiten zur Vorbereitung der Konferenz, wie viel Geld jetzt bereits zusammengekommen ist und was noch an Unterstützung notwendig ist. So entwickeln sich nach und nach feste Unterstützer der Konferenz.