Puerto Rico
San Juan: Breiter Protest gegen Strompreiserhöhung
Puerto Rico, ein sogenanntes Außengebiet der USA, kämpft seit Jahren mit hohen Schulden und Korruption, 40 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Das ist deutlich schlechter noch als im ärmsten US-Bundesstaat Mississippi, wo die Armutsrate bei 18 Prozent liegt. Am Mittwoch zogen mehr als 1.000 Menschen vor den Gouverneurspalast in San Juan und protestierten dagegen, dass die Strompreise angehoben werden sollen, obwohl sie jetzt schon doppelt so hoch sind wie in den USA-Bundesstaaten. Es demonstrierten Rentner, Lehrer, Gewerkschafter und Kirchenvertreter, sie beklagen, dass die Bevölkerung für Schulden zahlen soll, die sie nicht verursacht hat. Dazu kommt, dass dass es ständig Stromabschaltungen gibt, weil das Leitungsnetz marode ist.