Veranstaltung zu „Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft“

Veranstaltung zu „Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft“

Ein wichtiges Handbuch – auch gegen die Demagogie der AfD

Es roch in der „Kulturwerkstatt EA“ in Eisenach schon lecker, als Tassilo Timm (Landesvorsitzender der MLPD in Thüringen) am späten Sonntag Vormittag seinen Vortrag zum Buch „Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft“ begann.

Korrespondenz aus dem Wartburgkreis

Nicht zufällig legte er einen Schwerpunkt auf die Umweltfrage – die globale Umweltkatastrophe, die begonnen hat, bedroht die Existenz der Menschheit! Schon heute gibt es irreversible Entwicklungen wie die Gletscherschmelze. Die bürgerlichen Umweltforscher verfügen über Unmengen an Daten, sind mit ihrer positivistischen, auf Computer-Modelle fixierten Denkweise aber nicht in der Lage, qualitative Sprünge zu erkennen. Das ist nur mit einer dialektisch-materialistischen Herangehensweise möglich.

 

Diese Kritik an der bürgerlichen Naturwissenschaft hat nichts mit Wissenschaftsfeindlichkeit zu tun, wie sie z.B. von der AfD verbreitet wird, betonte Tassilo Timm. Deren Demagogie wurde auch in der Diskussion weiter angegriffen: So wird behauptet, die Regenmenge sei seit Jahrzehnten relativ gleich geblieben – dass es heute lange Dürreperioden und dann Starkregen gibt, der vom Boden gar nicht aufgenommen werden kann, wird geflissentlich weggelassen. Diese Argumentation ist typisch für die AfD – wie z.B. auch: „Es gab schon immer Warm- und Kaltzeiten.“ Die haben sich aber auf natürliche Weise innerhalb vieler Tausend Jahre entwickelt, und nicht in wenigen Jahrzehnten.

 

Es gab verschiedene Beiträge, die mit wichtigen Fakten – z.B. dass auch das Auftauen des Methaneises am Meeresgrund droht – die destruktiven Folgen der globalen Umweltkatastrophe betonten. Diese Entwicklung ist allein dem Imperialismus zuzuschreiben! Deshalb war wichtig, die Auseinandersetzung immer mit der positiven Perspektive des echten Sozialismus zu verbinden, wo die Einheit von Mensch und Natur wiederhergestellt und höherentwickelt werden kann.

 

Im Anschluss an die Diskussion konnte man sich dann Gulasch, Rotkohl und Klöße schmecken lassen – alles von verschiedenen Köchinnen und Köchen vorbereitet. Dabei wurden schon Vorschläge gesammelt, was es bei der nächsten Veranstaltung zu essen geben soll.