Navan, 50 km von Dublin entfernt
Bergleute drohen mit Massen-Sit-in vor Zinkmine in Irland
Die größte Zinkmine Europas "Tara Mines" mit rund 650 Beschäftigten soll zeitweise geschlossen werden. Sie liegt in Navan, etwa 50 Kilometer von Dublin entfernt in Irland.
Der schwedische Eigentümerkonzern "Boliden" erklärte, dass "aufgrund einer Kombination von Faktoren wie operativen Herausforderungen, einem Rückgang des Zinkpreises, hohen Energiepreisen und Kosteninflation die Zeche einen negativen Cashflow aufweist". Deshalb müssten sie zumindest zeitweise die 650 Bergarbeiter auf die Straße setzen.
Dass die Konzerne Bergleute ausschließlich beschäftigten, um aus ihrer Arbeit einen Mehrwert herauszupressen, ist seit Karl Marx' Zeiten bekannt. Und wenn sie keinen über ihren Lohn hinausgehenden Wert produzieren, der in die Tasche des Konzern fließt, werden sie eben rausgeschmissen. Dagegen sollten die Arbeiter ausschließlich von ihren Lebensbedürfnissen ausgehen und sich nicht diesen kapitalistischen Gepflogenheiten unterordnen.
Der Organizer der irischen Gewerkschaft Siptu - der Kollege Adrian Kane - drohte mit einem "Massen-Sit-in" der Bergleute vor der Zeche. Da könnte man noch offensivere Arbeiterforderungen aufstellen als diese, die er erhebt: "Personalausstattung während der zeitweisen Stillegung der Zeche zur Wartung der Anlagen; Bedingungen für diejenigen, die entlassen werden; und wie die Rückkehr der Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplatz gehandhabt wird." Die Arbeitslosigkeit, auch die zeitweilige, ist nicht zu akzeptieren.
In dem 2017 auf der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz in Indien verabschiedeten internationalen Kampfprogramm heißt es daher: "Wir kämpfen für jeden Arbeitsplatz und für neue Arbeitsplätze in Verantwortung für die Zukunft der Jugend."
Für Solidaritätserklärungen hier die Adresse der Siptu:
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