Aus taktischen Gründen in die Linkspartei
Wo liegt der Fehler?
Kürzlich erreichte die MLPD online die Anfrage: „Ich bin der Linkspartei beigetreten, mit der Strategie, eine bereits etablierte linke Partei zu stärken, mit bereits relativ großem Einfluss. Ich möchte damit meinem Ideal näher kommen, dass die allgemeine politische Landschaft in Deutschland linker wird. Wenn es nach mir ginge, würde es in zehn Jahren in Deutschland so Parteien wie die AfD schon viel viel weniger geben und wir hätten im Bundestag viel mehr linke Parteien. Sagt mir, wo ist der Fehler in meiner Logik?“
Hauptsache groß? Auf die Inhalte kommt es an!
Es stimmt, dass die Linkspartei zahlenmäßig die größte linke Partei in Deutschland ist, wobei die Anzahl der Mitglieder seit 30 Jahren beständig zurückgeht, und dass sie auch einen gewissen Einfluss hat. Aber mal ehrlich, was hat die Linkspartei in den letzten Jahren denn mit ihrem Einfluss erreicht?
Öffentliche Machtkämpfe um Parteiposten, Zerstrittenheit über die Beurteilung des Ukrainekriegs bis hin zur offenen teilweisen Unterstützung von Imperialisten, wie der NATO oder Russland. Kein Wort des Protests oder der Solidarität der linken Landesregierung in Thüringen, als das linke antifaschistische Rebellische Musikfestival 2019 kriminalisiert wurde und Genossen der MLPD zu "Gefährdern" erklärt wurden. Bei so einem Kurs wird die Linkspartei nichts zu einer „allgemein linkere“ Parteienlandschaft in Deutschland beitragen.
Minimalistischen Ziele
Im Ausmaß des weltweiten Artensterbens, der Abholzung der Regenwälder oder des Auftauens der Permafrostböden wurden Kipppunkte überschritten, wodurch ein Prozess eingetreten ist, in dem ohne weiteres Zutun die Umweltkrise verschärft wird. Einige dieser Kipppunkte sind nicht mehr umkehrbar. Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen.¹
Der Ukrainekrieg, bei dem zwischenimperialistische Widersprüche zwischen Russland und der NATO ausgetragen werden, birgt die Gefahr eines atomaren Dritten Weltkriegs und damit der Vernichtung der gesamten Menschheit.²
In den nächsten zehn Jahren stehen große Ziele vor uns: Es geht unter anderem darum, die Existenzgrundlagen der Menschheit zu sichern. Für Minimalismus á la: „Ein bisschen mehr links und ein bisschen weniger rechts wäre nett“ ist da kein Platz. Wir müssen aufs Ganze gehen und den echten Sozialismus erkämpfen, denn im Kapitalismus lassen sich diese Probleme nicht lösen.
Für den Sozialismus kämpft die Linkspartei auch lange nicht mehr (obwohl bestimmt viele ihrer Mitglieder noch diesen Anspruch haben).
MLPD – einmalige Arbeiterpartei in Deutschland!
Die MLPD ist heute die einzige Arbeiterpartei in Deutschland. Während sich andere Gruppen zerstreiten oder spalten, geht die MLPD in diesen komplizierten Zeiten vereinheitlicht und optimistisch voran.
Gabi Fechtner, Parteivorsitzende der MLPD, führte kürzlich auf dem Rebellischen Musikfestival zur weiteren Arbeit der MLPD aus:
„Wir haben uns von der MLPD Gedanken gemacht, welche Schlüsse wir daraus zu ziehen haben. Da überlegt man ja, mit welcher Krise beschäftigen wir uns jetzt? Gehen wir vor allem auf die akute Gefahr eines atomaren Weltkriegs ein oder auf die globale Umweltkatastrophe? Kämpfen wir vor allem gegen die Rechtsentwicklung und die faschistische Tendenz auf der Welt? Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass wir den Schwerpunkt in den nächsten Monaten auf eine taktische Offensive legen werden, um dem echten Sozialismus zu neuem Ansehen zu verhelfen. Denn die Entwicklungen, die die Existenz der Menschheit aufs Spiel setzen, erfordern dringlich, beschleunigt und verstärkt für die sozialistische Alternative zu überzeugen und zu kämpfen.“
Jede und jeder ist herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen und mit der MLPD oder ihrem Jugendverband REBELL für den echten Sozialismus zu kämpfen.