Wuppertal

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Widerstand gegen riesige DITIB-Moschee

„Mit der Abgabe von über 10.000 Unterschriften tritt unser Kampf für eine Gathe für alle in eine neue Phase. Wir freuen uns sehr über die breite und freundliche Unterstützung vieler Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Und die Erdoğan-Fans unter den Wuppertaler Politikerinnen und Politikern schämen sich hoffentlich ein bisschen und wissen genau, dass sie für ihren Erdoğan-Bunker an der Gathe keine gesellschaftliche Mehrheit mehr haben." So die Stellungnahme der Initiatoren eines Bürgerbegehrens gegen den Bau einer neuen riesigen DITIB-Moschee im Zentrum von Wuppertal-Elberfeld an der Gathe.

Korrespondenz Bergisch Land

Mit 11.282 Unterschriften wurden die notwendigen 10.660 erreicht, um so den Stadtrat zu einer erneuten Befassung mit diesem Thema zu zwingen, nachdem er vorab schon mehrheitlich grünes Licht für den Neubau gegeben hatte.

In seiner Rede bei der Mai-Feier der MLPD sagte der Redner der MLPD Bergisch Land zu diesem Thema:

"In Wuppertal hat die Stadtspitze unter Führung des grünen Oberbürgermeisters Schneidewind Plänen der ultrareaktionären Religionsgemeinschaft DITIB zugestimmt, in Elberfeld eine riesige Moschee samt Gemeindezentrum mit einer Gesamtfläche von 6000 m² zu errichten. Dafür soll das linke autonome AZ abgerissen werden, das schon Jahrzehnten vielen bürgerlichen Politikern ein Dorn im Auge ist.

 

Bekanntlich ist die DITIB nicht eine unabhängige Religionsgemeinschaft. Sie untersteht der türkischen Religionsbehörde Diyanet, die wiederum direkt dem faschistischen türkischen Präsidenten Erdoğan untersteht. Von Erdoğan stammen so reizende Sätze über seine Moscheen wie: ‚Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unserer Helme, die Gläubigen unsere Soldaten.¹ Und mit diesen religiös verdummten Gläubigen unterdrückt er in der Türkei die Frauen, die kämpfenden Arbeiter, bombardiert die um ihre Freiheit und ihre Rechte kämpfenden Kurden in der Türkei, im Irak und in Syrien, plündert als neuimperialistische Macht zunehmend fremde Länder aus. Dieses Regime darf in Form des neuen DITIB-Zentrums in Wuppertal keine neue Machtbasis bekommen! Darum unterstützen auch wir als MLPD die Unterschriftensammlung gegen die neue Moschee."

 

Die MLPD wird auch weiterhin die Initiatoren des Bürgerbegehrens unterstützen, damit dieses nicht von der Stadtspitze wieder für unwirksam erklärt wird, wie Sozialdezernent Stefan Kühn schon überdeutlich gegenüber der Lokalzeit Bergisch Land am 15. Juni andeutete.