Pfungstadt

Pfungstadt

Hessentag mit massiver Werbung fürs Militär

Vom 2. bis 11. Juni fand in Pfungstadt, Südhessen, der Hessentag statt. Seine Tradition reicht in die 1950er-Jahre zurück – damals zur Darstellung von Vereinen und Initiativen und dem Leben in Hessen in der „neuen Zeit von Freiheit und Frieden“ nach dem Zweiten Weltkrieg.

Korrespondenz aus Darmstadt

In Pfungstadts Straßen waren Vereine und Initiativen auch heutzutage vertreten. Auf dem extra eingerichteten Gelände mit Volksfestaufmachung südlich der Stadt, nahe dem Zentrum mit Riesenrad und ebenso riesigem Veranstaltungszelt, hatte die Bundeswehr aufgebaut.

 

Auf mehreren 100 Quadratmetern warben eine Unmenge von Soldaten aller möglichen Dienstgrade und Waffengattungen - bis hin zur Feldpost – für ihren „Job“. Dies wurde durchgeführt mit jeder Menge an ausgestelltem „technischem Gerät“.

 

Am Samstagmittag hielten Darmstädterinnen, Darmstädter und beeindruckend viele andere hessische Friedensfreunde unmittelbar neben dem Militär-Areal auf einem belebten Zugangsweg dem entgegen: „Kein Werben fürs Töten und Sterben“. „Hier machen sie Musik, anderswo Krieg“.

 

Ein Transparent des Kreisverbandes Wetterau der Linkspartei fragte die Vorübergehenden: „Zuerst Panzer, dann Kampfjets, dann deutsche Soldaten – wollt ihr wirklich den Dritten Weltkrieg ?“

 

Nach Diskussionen mit den Friedensfreunden durchgesetzt und von Soldaten und Polizei fortwährend kritisch beäugt, insbesondere wegen des Logos „MLPD“, kam das folgende Transparent dazu: „Der Kapitalismus bedroht die Menschheit – Perspektive: Echter Sozialismus“.

 

Gut war, dass neben Reden – vor allem auch gegen Atombewaffnung - diese Transparente die Forderungen nach Frieden und Perspektive fotogen für die Vorbeigehenden auf den Punkt brachten.

 

Die Tageszeitung Darmstädter Echo berichtete in einem Artikel über die Bundeswehr-Schau und die Gegenproteste. Hier geht es zu dem Artikel (leider konstenpflichtig)