„Air Defender 2023“

„Air Defender 2023“

Fliegender „Umweltschutz“

Nun ist hierzulande mit „Air Defender 2023“ das größte Luftverlegemanöver der NATO seit ihrem Bestehen angelaufen.

Korrespondenz aus Wuppertal
Fliegender „Umweltschutz“
Bundeswehr-Tornados - der hintere mit "Air-Defender-2023-Lackierung - am 12. Juni auf dem Fliegerhorst Schleswig (foto: gemeinfrei)

Sie wird von führenden Militaristen in ihrer psychologischen Kriegsführung als „Verteidigungsübung“ verkauft. In Wahrheit dient sie der militärischen Vorbereitung der westlichen Imperialisten auf einen Angriffskrieg. Sie wirkt auf den imperialistischen Kriegstreiber Russland als Provokation und verschärft die Gefahr eines Dritten Weltkrieg unter Einsatz atomarer Waffen.

Während sich hierzulande nicht wenige aus Sorge um die Umwelt ernsthaft Gedanken machen, ob sie eine Urlaubsflugreise machen sollen, befeuert die Übung „Air Defender 2023“ die begonnene globale Umweltkatastrophe:

  • Massen an Material, vom Bleistift bis zu schwerem Kriegsgerät werden unter anderem aus den USA eingeflogen.
  • Flugzeuge werden extra lackiert.
  • Gigantischer Ausstoß an CO2 und Kerosin und gigantischer Bedarf an Kerosin: Allein auf dem Stützpunkt Wunstorf werden täglich 400.000 bis 500.000 Liter benötigt, mehrmals wöchentlich angeliefert von Zügen mit Kesselwagen. Zusätzlich können in dafür neu errichteten mobilen Tanklagern 2,4 Mio. Tonnen Kerosin gelagert werden.
  • Trainiert wird auch das Betanken der Kampfbomber in der Luft.
  • Dramatisch sind so auch die Sicherheitsrisiken und die Lärmbelastung durch die Flüge in den betroffenen Regionen, vor allem für die Anwohner.
  • Während Umweltaktivisten zunehmend kriminalisiert werden, kann die NATO bei dieser Übung ganze Flugzonen für Privatluftverkehr sperren und blockieren.


Und dazu die Regierungs-Grünen… . Wurden sie nicht schon mal als Friedens,- und Umweltpartei hochgepusht? Im wackligen Regierungssessel bestätigt sich auch am Beispiel dieses Militärmanövers: Opportunismus führt zwangsläufig zum Sozialchauvinismus und Kriegstreiberei.

 

So erklärt Sara Nanni, Sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion: „Mein Eindruck ist, dass das ein kleiner Preis ist, im Vergleich zu dem, was uns blühen könnte, wenn wir nicht vorbereitet sind auf ernste Situationen. Wir werden nicht in einer Welt leben, in der wir klimaneutral sein müssen und gleichzeitig schon auf das Militär verzichten können. Von daher ist das eine Herausforderung, die dauerhaft ist und nicht nur bei dieser speziellen Übung“. (alle Angaben und Zitat aus: ARD-Mittagsmagazin, 12.06.2023)

 

Wenn ihnen dies mal nicht um die Ohren fliegt! Denn es ist kaum anzunehmen, dass sich die Masse der Bevölkerung - und vor allem nicht der Jugend, mit einer derartigen Lebensperspektive von dauerhafter imperialistischer Kriegsübung und globaler Umweltkatastrophe abfinden wird.

Wie heißt es doch so treffend im Programm der MLPD:

„Das Ringen um imperialistische Ziele führt unweigerlich zu vermehrten kriegerischen Auseinandersetzungen und beschwört die Gefahr eines III. Weltkrieges mit dem Einsatz von ABC Waffen herauf. Diesen können nur die Völker unter Führung des internationalen Proletariats verhindern. Kriege und Kriegsgefahr wird es geben, solange der Imperialismus besteht“ (S.25/27)

 

Packt die Gelegenheit und werdet Mitglied der revolutionären Arbeiterpartei MLPD oder ihres Jugendverbands REBELL.