Fliegerhorst Wunstorf

Fliegerhorst Wunstorf

Protest gegen „Air Defender 2023“-Manöver

Ca. 350 Demonstranten kamen am Samstag Mittag am Fliegerhorst Wunstorf bei Hannover zusammen, um gegen das Montag beginnende Luft-Manöver der NATO „Air Defender“ zu demonstrieren.

Korrespondenz

Dieses Luft-Manöver ist mit über 10.000 Soldaten aus 24 Nationen das größte seit Bestehen der NATO und schon langfristig seit 2018 geplant. Es ist Bestandteil der aggressiven NATO-Osterweiterung und damit Teil der Kriegsvorbereitung der Nato-Imperialisten. Putins Überfall auf die Ukraine und der damit begonnene Krieg diente dann noch als zusätzliche Rechtfertigung.

 

Der Protest gegen diese aggressive NATO-Politik und die Befürchtung eines Dritten Weltkrieges einte die große Mehrheit der Demonstranten, verbunden mit der illusionären Hoffnung, die Regierungen zu einer „diplomatischen Lösung“ bewegen zu können. Sehr gut war eine große Aufgeschlossenheit, sich darüber auseinanderzusetzen und unsere Position des aktiven Widerstandes gegen jede imperialistische Aggression und für eine sozialistische Alternative kennenzulernen.

 

Ein treffendes Argument war, dass unsere Analyse vom Klassenstandpunkt der Arbeiterklasse geprägt ist. So konnten wir vier Exemplare der MLPD-Broschüre "Der Ukrainekrieg und die offene Krise des imperialistischen Weltsystems" und sieben Exemplare des Rote Fahne Magazins verkaufen und fünf Unterzeichner für den Aufruf zum Aufbau der neuen Friedensbewegung gewinnen. Gestärkt werden muss auf jeden Fall die Wachsamkeit gegen Leute aus der Querdenker-Richtung, die vermehrt versuchen, sich in die Friedensbewegung einzuschleichen und dort an Einfluß zu gewinnen.

 

Nachdem wir zu Beginn der Veranstaltung und während der Demonstration zum Kundgebungsplatz mit unserem Transparent „Der Kapitalismus bedroht die Menschheit - Alternative Sozialismus!“ noch freundschaftlich begrüßt worden waren, kam es im weiteren Verlauf zu mehreren antikommunistischen Ausfällen der Versammlungsleiter, die verlangten, das Transparent einzurollen. Dass wir uns auch von der Drohung mit der Polizei nicht einschüchtern ließen, forderte den Zuspruch einiger Demonstranten heraus: „Diese Forderung an Euch ist doch nicht richtig. Wir sollten hier einig sein gegen diejenigen, die einen Krieg vorbereiten.“