Mettingen / Sindelfingen
DEKRA - die Machenschaften einer „Prüfgesellschaft“
„Die Stoßstange“, die Zeitung von Kolleginnen und Kollegen für Kolleginnen und Kollegen aller Daimler-Werke in Deutschland, informiert:
Die meisten Leiharbeiter in unseren Werken sind über DEKRA beschäftigt. Jetzt sind über 1000 von ihnen rausgeschmissen worden. Sie nennen das „abmelden“, wie eine Sache, wie einen Termin … . Wir warnen: Geht nicht alleine zum Kündigungsgespräch! Nehmt am besten jemanden von der IG Metall mit oder einen Kollegen. Denn: Man wird gedrängt, in der Zeit der Kündigungsfrist seinen Urlaub zu nehmen, statt ihn sich auszahlen zu lassen. Es wird versucht, dass man Extra-Unterschriften abgibt, dass man freiwillig aus dem Unternehmen scheidet.
Wir dachten zuerst, es sind Einzelfälle oder Fehler – aber es tauchen immer mehr Kollegen auf, wo die DEKRA- Lohnabrechnung falsch sind. Zuschläge oder Extrastunden sind nicht berechnet. In einer Abteilung betrifft das 28 von 30 Leiharbeitern. Pro Kollege haben sich Tausende Euro aufgehäuft. Aber es ist sehr kompliziert, das auszurechnen. Es scheint System dahinter zu stecken.
DEKRA steckt volles Geld von Mercedes ein, gibt aber nicht den vereinbarten Teil weiter. Das hatten wir schon mal bei der Firma Trenkwalder. Es zeigt, wie pervers diese Sklavenhalter-Unternehmen unterwegs sind. Mercedes weiß es, profitiert aber auch. Und in diesem Sumpf nennt sich DEKRA dann im Hauptgeschäft auch noch Prüfunternehmen für KFZ und technische Anlagen. Wir wollen nicht wissen, was da erst los ist … .
Geht gemeinsam zum Betriebsrat! IG-Metall-Mitglieder lasst euch von eurer Gewerkschaft vertreten! „Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Lohnabrechnung seinen Mitarbeitern zu erklären.“ Findet euch nicht mit dem vielfachen Missbrauch ab.