Russland
Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen: Textilfabrik in Kineshma bleibt erhalten
Von Genossen der Russischen Maoistischen Partei erhielten wir die Nachricht, dass nach Unruhe in der Bevölkerung die Weberei "Tomna" doch nicht geschlossen wird. Die Weberei befindet sich in Kineshma, einer Stadt in der Oblast Iwanowo.
Die Genossen schreiben: "Für die Weberei ‚Tomna‘, über der seit Oktober letzten Jahres das Damoklesschwert hing - die Fabrik sollte geschlossen werden - hat sich ein Käufer gefunden. Es handelt sich um das Unternehmen ‚Leader Tex‘, das sich auf die Herstellung von Berufsbekleidung spezialisiert hat. Die Versprechen der neuen Eigentümer von ‚Tomna‘ sind sehr optimistisch: ‚Wir werden alles retten, neue Maschinen einführen, die Zahl der Arbeitsplätze auf 500 erhöhen‘ usw. Im Moment sind dies jedoch nur Worte. Wie es in der Praxis aussehen wird, werden wir sehen.“
Weiter heißt es in dem Bericht: "Wir haben bereits darüber berichtet, dass zu Beginn dieser Woche Informationen von lokalen Abgeordneten auftauchten, dass die Fabrik endgültig geschlossen und die Maschinen abtransportiert würden. Doch am 28. Februar kam der Gouverneur der Region Iwanowo, S. S. Woskresenski, nach Kineshma und verkündete, dass ein neuer Eigentümer für die Fabrik gefunden worden sei. Nun, das ist gut. Es ist natürlich klar, dass dies durch die bevorstehenden Wahlen, die im September stattfinden, beeinflusst wurde: Es ist für den Gouverneur eindeutig unrentabel, Punkte zu verlieren, da seine Autorität aufgrund der massiven Schließung von Unternehmen, vor allem aus der Textilbranche, der Probleme im Bereich der Medizin und des Wohnungs- und Kommunalwesens bereits stark angeschlagen ist. Die Liste ließe sich fortsetzen.
Wir stellen fest, dass die Anträge der Abgeordneten, die Appelle, die Aktionen der Arbeiter, der Rummel in den Medien und in den sozialen Netzwerken dazu beigetragen haben, dass das Thema der wahrscheinlichen Schließung von ‚Tomna‘ heiß geworden ist; es konnte von den Behörden nicht einfach übergangen werden.
Wir müssen kämpfen und von der Masse ausgehend handeln. Auch wenn von 100 Leuten nur fünf aktiv werden. Und wir brauchen weniger Theoretisieren im Stil von: ‚Alles ist verloren, die Deindustrialisierung ist ein unausweichlicher Prozess, usw.‘ Ja, das ist in der Tat ein objektiver Prozess, aber deshalb sind wir Kommunisten, um unter andrem gegen die Schließung von Betrieben zu kämpfen. Kämpfen auf alle möglichen Arten, natürlich legal. Und ja. Man darf niemals aufgeben und sich der Verzagtheit hingeben. Wir müssen an die Massen glauben und an ihrer Seite sein.