Leserbrief

Leserbrief

Metallrente GmbH – der Weg für eine ordentliche Rente für alle?

Mit dem jüngsten Vorstoß von Olaf Scholz, quasi alle Kolleginnen und Kollegen bis 67 Jahre arbeiten zu lassen, ist die Diskussion zur Rente wieder voll entfacht.

Von einem IG-Metall-Senior

Nicht wenige Kolleginnen und Kollegen sehen dies zu Recht als Neuauflage der Agenda 2010. Diese, von Gerhard Schröder und Franz Müntefering eingeführt, hat den massivsten Rentenraub eingeläutet. Und zu Recht hat auch die IG Metall und haben vor allem die Senioren dieses Rentenkonzept abgelehnt. Doch nun, was tun? Mit diesem Beitrag möchte ich die Diskussion zu dem Rententhema gewerkschaftlich erweitern.

 

Der IG-Metall-Bezirksleiter Baden-Württemberg, Kollege Roman Zitzelsberger, will einen Tarifvertrag unter dem Titel: Metallrente GmbH im Südwesten als Pilot einrichten.

 

Kollege Zitzelsberger begründet das so: Der Koalitionsvertrag zwingt dazu, und damit nichts schlechteres von der FDP kommt, muss ein Tarifvertrag her. Die Verhandlungen mit Südwestmetall sind dazu schon weit fortgeschritten. Im Koalitionsvertrag steht zur Altersvorsorge auf Seite 73 /74 III: „Die betriebliche Altersversorgung wollen wir stärken, unter anderem durch die Erlaubnis von Anlagemöglichkeiten mit höheren Renditen. Zusätzlich muss das mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz bereits in der vorletzten Legislaturperiode auf den Weg gebrachte Sozialpartnermodellen umgesetzt werden.“

 

Dazu wurde ein Konzept der IG-Metall-Bezirksleitung Baden-Württemberg entwickelt und es wird im Hintergrund mit Südwestmetall eifrig verhandelt. Im Kern ist es eine neue Rente mit eigener Organisation. Mit Gremien und Organen.

Hauptkritiken vieler Kolleginnen und Kollegen sind:

  • Abkopplung von der bundesweiten Rente.
  • Betriebliche Pensionskassen etc. müssen nicht in der Metallrente GmbH sein. Sie können, wenn sie es wollen.
  • Hunderttausende Kollegen fallen bei diesem Konzept durch. Nichttarifgebundene Firmen / Zeitarbeitsfirmen, diese sind alle außen vor.
  • Dieses Rentenmodell steht der bundesweiten Solidargemeinschaft komplett entgegen und spaltet die beschäftigten Rentenbeitragszahler.
  • Der letzte IG-Metall-Tag in Nürnberg 2019 hat in den Leitanträgen eine andere Position beschlossen.

 

Das Rentenkonzept der MLPD