Kommuniqué des Webinars der Einheitsfront
Den Umweltkampftag als weltweiten gemeinsamen Aktionstag durchführen!
Am Sonntag, dem 9. Oktober 2022, fand ein Webinar der antiimperialistischen antifaschistischen Einheitsfront statt: "Gemeinsam gegen die Gefahr der globalen Umweltkatastrophe und die Abwälzung der Kriegs- und Krisenlasten! Auf zu den Protesten gegen den COP27!"
In ihrem Kommuniqué erklären die 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Webinars:
"Wir wollen den Umweltkampftag am 12.11.2022 als weltweiten, gemeinsamen Aktionstag durchführen. Dabei soll deutlich werden und unter die Massen getragen werden: Wir erleben eine neue Qualität des Übergangs in die globale Umweltkatastrophe. Die gewaltige Instabilität des Weltklimas, die Dürren, Waldbrände, Überflutungen, der Mangel an sauberem Wasser, die Verseuchung von Landwirtschaftsflächen durch den herkömmlichen Bergbau, die Bedrohung unserer Gesundheit durch Umweltgifte, die Krise der Welternährung, der erneute Ausbau von Fracking und Atomkraft in Folge des Ukraine Krieg – dies alles hat eine Ursache: den Kapitalismus und Imperialismus.
Er ist der größte Umweltzerstörer mit seiner schonungslosen Ausbeutung von Mensch und Natur, seinem Drang zum Maximalprofit und seinem unersättlichen Machtstreben. Imperialismus bedeutet Krieg und sie schrecken auch vor einem Atomkrieg nicht zurück, um ihren Konkurrenzkampf auszufechten. Deshalb kämpfen wir an diesem Umweltkampftag ganz bewusst gegen Umweltzerstörung und imperialistischen Krieg! Längst hat die Menschheit ein Niveau von Produktivkräften und Wissenschaft geschaffen, das allen Menschen Arbeit, gesunde Ernährung, gesunde Umwelt, Bildung, Wohnung ermöglichen könnte – wenn nicht die winzige Schicht des internationalen Monopolkapital der ganzen Welt ihre Profit – und Machtinteressen aufdrücken würde.
Dazu müssen wir strategisch diskutieren: Nur eine Welt ohne Kapitalismus und Imperialismus wird Mensch und Natur retten! Deshalb erklären wir, die 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Webinars am 9.10.2022 unsere Entschlossenheit, am diesjährigen Umweltkampftag unter dieser gemeinsamen Zielrichtung und mit kraftvollen zentralen und dezentralen Aktionen auf die Weltbühne zu treten.
In Paris werden wir am 12. November 2022 mit einer starken, Aufsehen erregenden internationalen Delegation auftreten. Paris, als Ort des in seinen Zielen völlig gescheiterten Klimagipfels 2015, ist dazu eine geeignete, international geprägte Stadt. Die in Paris und in Frankreich ansässigen ICOR-Organisationen sind dort eine organisatorische Basis, die zugleich von Delegationen aus Europa unterstützt wird.
Parallel dazu liegt aber der Schwerpunkt auf den Aktivitäten in den einzelnen Ländern und Orten. Wir erklären unseren Willen, in allen ICOR-Ländern und mit den Kräften der Einheitsfront dezentrale Aktionen zeitgleich und mit denselben Losungen abzuhalten und kämpferisch aufzutreten. Dezentral heißt in Metropolen und Umweltbrennpunkten der verschiedenen Länder, aber auch dort breit verteilt in Stadt und Land. Geeignet für Aktionen sind Orte, an denen der katastrophale Zustand der natürlichen Umwelt besonders sichtbar wird: Abschmelzende Gletscher, Dürregebiete, Waldbrandregionen, Orte und Regionen mit dramatischen Überschwemmungen. Wir empfehlen, die Kundgebungen als Tribunal durchzuführen und durch die Betroffenen die Verantwortlichen anzuprangern. Eine große Wirkung in die Fläche wollen wir durch Proteste, Streiks und Aktionen in Betrieben, Universitäten und Schulen, in den Stadtteilen, auf Straßen und Plätzen erreichen.
Die Sicherheitslage in Ägypten durch das faschistische Sisi-Regime lässt es nicht zu, öffentlich kämpferisch aufzutreten. Deshalb können wir nicht zum Austragungsort von COP 27 gehen. Wir werden in Paris unsere Solidarität mit den ägyptischen Aktivisten ausdrücke und auch für sie kämpfen.
Hauptlosung:
- Für einen antiimperialistischen Umweltkampf – Vorwärts zum Sozialismus!
weitere Losungs-Vorschläge:
- Kein Greenwashing für das faschistische Sisi-Regime! Lasst alle politischen Gefangenen frei – in Ägypten und überall! #FreeAlaa
- Kein kolonialer Extraktivismus in Afrika! Sozialismus ist die Lösung für die Klimakrise!
- Aktiver Widerstand gegen eine drohende Umweltkatastrophe, gegen einen Dritten Weltkrieg und gegen die Abwälzung der Krisen- und Kriegslasten auf die Massen!
- Sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke!
- Verbot und Vernichtung aller Massenvernichtungswaffen!
- Einziger Weg zum System Change: Revolution! Die ICOR kämpft für den System Change!
- Kein Sozialismus auf einem toten Planeten! Die ICOR verteidigt das Leben!
- Kein Rollback für den Ausbau erneuerbarer Energien!