Stukenbrock-Senne

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Gedenken und Kampf gegen alle Kriegstreiber

Am Ehrenmal für die ca. 65.000 ermordeten Zwangsarbeiter im Stalag 326 in Stukenbrock-Senne organisierte der Arbeitskreis „Blumen für Stukenbrock" zum 55. Mal die jährliche Gedenkfeier im Rahmen des Antikriegstags.

Korrespondenz
Gedenken und Kampf gegen alle Kriegstreiber
Würdiges Gedenken und Protest gegen heutige Kriegstreiberei (rf-foto)

Erneut nahmen ca. 200 Friedensfreunde an der Mahn- und Gedenkveranstaltung teil. In den Redebeiträgen und den Diskussionen unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern war vor allem der Krieg um die Ukraine das Thema. Hauptredner war der Schauspieler und Gewerkschafter Rolf Becker aus Hamburg. Er verurteilte einerseits den Angriffskrieg des Putin-Regimes auf die Ukraine mit klaren Worten, andererseits warnte er vor der Unterstützung der Selenskyj-Regierung und forderte die Solidarität der Friedenbewegung mit den betroffenen Menschen und Opfern dieses Krieges. Seine leidenschaftlichen Worte gegen alle Kriegstreiber wurden immer wieder vom Beifall der Zuhörerinnen und Zuhörer begleitet.

 

Eine Schwäche der Veranstaltung und der Redebeiträge lag darin, dass die Ursachen dieser Entwicklung, die im imperialistischen Machtkampf um die weltweite Vorherrschaft liegen, kaum zur Sprache kamen. So blieb die Perspektive des Friedenskampfes auch in Appellen an die Verhandlungsbereitschaft der Herrschenden stecken, statt auf den Aufbau einer antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront hier und in der Welt zu orientieren. Trotzdem war diese Veranstaltung ein würdiger und mahnender Ausdruck des Friedenwillens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Ansporn, den aktiven Widerstand gegen einen Dritten Weltkrieg zu organisieren.